Aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage (pdf) des Abgeordneten Stefan Ziller geht hervor, dass der Berliner Senat das Freifunknetz in Berlin begruesst und die Rahmenbedingungen fuer Buergernetze als positiv einschaetzt.
Auf dem Wireless Community Weekend hatten wir uns mit einigen Leuten zusammen gesetzt und ueberlegt, wie freie Netze gefoerdert werden koennen. Anwesend war hier auch der Berliner Abgeordnete Stefan Ziller. Seine Anfrage an den Senat entstand aus dieser Diskussion heraus mit dem Ziel die Meinung der Politik in der Stadt zu erkunden. Folgend kamen Fragen vom Senat - Anfrage des Berliner Senats - Auf welchen öffentlichen Gebäuden stehen Freifunk AP's - zurueck an die Freifunk-Community in Berlin. Bei unserer Umfrage auf der Berliner Mailingliste stellte sich dabei heraus, dass durch persoenliche Kontakte durchaus schon Freifunk-Router auf oeffentlichen Gebaeuden platziert werden konnten.
Aus den kurzen Antworten des Senats ist es, soweit ich das sehe, schwierig umfangreiche Schlussfolgerungen zu ziehen. Positiv ist zu bewerten, dass der Senat offensichtlich nicht plant Freifunknetze zu regulieren und ihnen nicht ablehnend gegenueber steht. Besser waere es, wenn der Senat beschliessen wuerde freie Buergernetze konkret zu foerdern.
Für die Stadt gibt es diverse Förderungsmöglichkeiten, diese Communities zu unterstützen, die eine Grundversorgung mit WLAN schaffen ... Da wären erstmal monetäre Förderungen, wie den Kauf von Infrastruktur und um Jobs zu schaffen, die die Infrastruktur weiter aufbauen und/oder pflegen. ... nicht-monetären Fördermöglichkeiten. Die Stadt Berlin besitzt viele Verwaltungsgebäude über die ganze Stadt verteilt. Diese eignen sich oftmals prima zum aufstellen von Access-Point und/oder Antennen. Wenn die Gebäude Schulen oder andere öffentlich-zugängliche Gebäude sind, hätte man noch den positiven Nebeneffekt, dass es dort über Freifunk WLAN gäbe. Es würde die Stadt nichts kosten, wenn Freifunk-Aktivisten diese bespielen könnten. (Markus Beckedahl , http://netzpolitik.org/2008/freies-wlan-und-der-berlin-senat/)
Die Fragen und die Antworten des Senats im Einzelnen:
1. Auf welchen Standorten von Gebäuden in Verantwortung der Senatsverwaltungen, der BIM, der Bezirke und landeseigener Wohnungsbaugesellschaften befinden sich Access Points o.ä. die dem Berliner Freifunknetz dienen (bitte um konkrete Auflistung)?
Zu 1.: Auf Gebäuden in der Verantwortung der Senatsverwaltungen und der BIM GmbH befinden sich keine Access Points o.ä. Das Ergebnis einer Bezirksumfrage ist der Anlage zu entnehmen.
2. Welche Probleme sind dabei aufgetreten, und wie wurden diese gelöst ?
Zu 2.: Siehe Anlage zu Frage 1.
3. Wie bewertet der Senat die Freifunk-Initiativen in Berlin hinsichtlich einer Kommunikationsnetz-Grundversorgung in Berlin ?
Zu 3.: Freifunknetze werden als ergänzende Versorgungsinfrastruktur vom Senat begrüßt.
4. Was plant der Senat um dieses ehrenamtliche bürgerInnenschaftliche Engagement in Zukunft zu unterstützen ?
Zu 4.: Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen besteht zurzeit kein Anlass für den Senat, im Bereich der Berliner Freifunknetze einzugreifen.
5. Wie bewertet der Senat die Chance einer flächendeckenden Wlan-Versorgung hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere für Kreative in Berlin ?
Zu 5 : Der Senat ist davon überzeugt, dass ein solches Angebot Berlinern, Touristen aber auch Unternehmen sowie freiberuflich und kreativ Tätigen eine wichtige zusätzliche flexibel und portabel nutzbare Kommunikationsinfrastruktur bieten kann. Der Senat strebt ein primär privat finanziertes und betriebenes WLAN - Angebot für Berlin an.
In diesem Zusammenhang wird zurzeit geprüft, ob auch öffentliche Standorte, wie z.B. Lichtmasten und öffentliche Gebäude zur Verfügung gestellt werden können, um ein solches Netzwerk aufzubauen.
Was der Senat unter "primär privat finanziertes und betriebenes WLAN - Angebot für Berlin" versteht - ein von Privatbuergern oder privatwirtschaftlich finanziertes WLAN - bleibt offen. Stefan Ziller schliesst hieraus zunaechst: "Senat will Berliner WLan-Netz lieber privatisieren!" und Markus Beckedahl haelt die Antworten ebenfalls fuer "ernuechternd". Dennoch, freie Netze ruecken immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft. Wenn die Politik dem Engagement tausender Freifunker im deutschsprachigen Raum keine Steine in den Weg wirft, ist bereits viel gewonnen.
Ein Beitrag erschien von Christiane Schulzki-Haddouti zu dem Thema ebenfalls bei heise - Berlin setzt auf privat finanziertes WLAN für die Stadt.
Eine erfreuliche Nachricht fuer Freifunker ist die Korrektur eines Urteils zu offenen Wlans des Landgerichts Frankfurt. Wie heise.de berichtet schraenkte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt "in einer aktuellen Entscheidung die Haftung des WLAN-Betreibers für die missbräuchliche Nutzung seines Anschlusses durch unbekannte Dritte deutlich ein und hob das anders lautende Urteil der Vorinstanz auf."
Die Richter verneinten dabei die sogenannte Störerhaftung des Beklagten. Selbst wenn ein Teil der Rechtsprechung eine anlassunabhängige Überwachungspflicht des Anschlussinhabers etwa für Familienangehörige annehme, gehe eine uneingeschränkte Haftung des WLAN-Anschlussinhabers zu weit. Denn letztlich müsse der Betroffene damit für das vorsätzliche Verhalten beliebiger Dritter einstehen, die mit ihm in keinerlei Verbindung stünden. Die Störerhaftung erfordere die vorausgegangene Verletzung von Prüfungspflichten. Solche Prüfungspflichten bestünden für den Anschlussinhaber aber überhaupt erst dann, wenn ihm konkrete Anhaltspunkte für rechtswidrige Handlungen Dritter bekannt seien, argumentieren die Richter des OLG Frankfurt. Die Musikindustrie hatte in dem Verfahren hingegen die Ansicht vertreten, es sei allgemein bekannt, dass Dritte sich über einen fremden WLAN-Anschluss Zugang zum Internet verschafften. Doch diese Auffassung hielt das Gericht für "zweifelhaft und im Übrigen viel zu ungenau". (Dr. Marc Störing, 08.07.2008 18:02, http://www.heise.de/newsticker/Gericht-Keine-Haftung-fuer-offenes-WLAN--...)
Ernst Ahlers hat auf heise Netze einen Beitrag ueber die Moeglichkeiten sich sicherer in Funknetzen zu bewegen geschrieben: "Hotspot, aber sicher: Funknetze unterwegs benutzen ohne Abhörgefahr"
Über WLAN-Hotspots stolpert man nicht nur in den Zentren größerer Städte, sondern auch auf der Ferieninsel immer häufiger. Da juckt es den Netzsüchtigen, sein Urlaubs-Blog mit neuen Fotos zu bestücken, E-Mail abzuholen und per VoIP-Anruf zu checken, ob der in Pflege gegebene Nymphensittich brav ist. Dafür, dass private Daten trotz des unverschlüsselten Funknetzes auch privat bleiben, sorgt ein VPN-Tunnel. (23.06.2008, Ernst Ahlers, http://www.heise.de/netze/Hotspot-aber-sicher--/artikel/109761)
Erfreulicherweise wird Freifunk ebenfalls erwaehnt:
Teilnehmer eines Hotspot-Netzes auf Gegenseitigkeit wie Fon oder Freifunk haben sogar Gratis-Zugang, wenn sie mit etwas Glück ein anderes Mitglied derselben Community finden. (23.06.2008, Ernst Ahlers, http://www.heise.de/netze/Hotspot-aber-sicher--/artikel/109761)
Bei Freifunk handelt es sich zwar nicht um ein reines Hotspot-Netz, da Teilnehmer auch direkt miteinander durch Meshnetze verbunden sind, richtig ist dennoch, dass viele Internet ueber ihre Router zur Verfuegung stellen.
Als ersten Schritt empfiehlt Ehlers zum Selbstschutz den Emailverkehr auf sichere Dienste zu nutzen und fuer den Login stets die sichere Datenuebertragung mittels "https://" zu nutzen. Besser ist jedoch gleich ein Virtual Private Network (VPN) einzurichten. Dies schützt den kompletten Internetverkehr.

Mit VPN surft man über einen verschlüsselten Kanal zwischen Notebook und VPN-Gateway, der Lauschern keine Chance lässt. (Image: heise.de)
VPNs lassen sich unter Windows, Mac OS X und Linux leicht einrichten ... VPNs wurden ursprünglich entwickelt, um Firmen-LANs an mehreren Standorten über öffentliche Netze (WAN, Wide Area Networks) wie das Internet zu koppeln. Später kam das Anbinden von Heimarbeitern ans Firmennetz hinzu. Damit dabei die WAN- und Internet-Provider keinen Einblick bekommen, verschlüsseln VPNs die übertragenen Daten. Deshalb drängt sich die Technik geradezu auf, um mobilen Surfern im Hotspot ihre Privatsphäre zurückzugeben. Wenn man selbst keinen VPN-Server betreibt, stellen VPN-Anbieter eine passende Gegenstelle bereit, die statt ins Firmen-LAN ins Internet führt. (23.06.2008, Ernst Ahlers, http://www.heise.de/netze/Hotspot-aber-sicher--/artikel/109761)
In dem Beitrag wird erklaert, wie man ein VPN einrichten kann und welche Anbieter es gibt. Abschliessend gibt es noch Tipps, wofuer die virtuellen privaten Netzwerke noch nuetzlich sein koennen.
Auch abseits von WLAN-Hotspots kann ein VPN-Zugang nützlich sein, beispielsweise wenn man Geolocation-Dienste umgehen möchte, um US-Webseiten im Original zu sehen, oder Datenschnüfflern eine lange Nase drehen will. Doch das leichte Aufsetzen eines VPN sollte nicht zu Leichtsinn verleiten: Eine Firewall, aktiver Virenschutz und gesundes Misstrauen gehören nach wie vor zur Sicherheits-Grundausstattung, denn gegen Trojaner schützt auch ein VPN nicht. (23.06.2008, Ernst Ahlers, http://www.heise.de/netze/Hotspot-aber-sicher--/artikel/109761)
The global freifunk newswire is back online. There were some problems with the newswire server in Switzerland. Alex Antener who is the main admin taking care of the server now switched to another provider. Unfortunately we lost some updates. I put in recently added feeds again. In case I forgot a feed or if you have suggestions for a new feed please drop me a line by using the contact form at http://kontakt.freifunk.net. Thanks for supporting me in keeping the service running to Alex Antener and Sascha Tamim Asfandiar!
Heute habe ich eine Anfrage des Berliner Senats erhalten. "Er fragt freifunk":
"auf welchen Standorten von Gebäuden in Verantwortung der Senatsverwaltungen, der BIM (Berliner Immobilienmanagenment GmbH), der Bezirke, sowie der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften befinden sich Access Points(o.ä.) die dem Berliner Freifunknetz dienen.
Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an den Berliner Senat gestellt und von diesem an die Verantwortlichen der Bezirke weitergeleitet in deren Auftrag wir handeln."
Bisher kommen wir "nur" auf:
1. Dathe-Oberschule in Friedrichshain-Kreuzberg
2. zukünftige Wriezener Park
Kirchen sind in dem Fall keine öffentlichen Gebäude.
Kennt jemand noch weitere Standorte von Freifunk-AP's auf/in öffentlichen Einrichtungen/Gebäuden? Antworten bitte gegebenenfalls auch per Mail an christian.heise (ät) e-demokratie.org.
Das Ergebnis des Schriftverkehrs werde ich hier noch mal gesondert veröffentlichen.
Saverio from the Italian Ninux community has now published a video interview Daniel Paufler and I conducted with them at the Wireless Community Weekend in Berlin. Thank you very much for the great montaggio! It is real fun to watch!
Direct Link: http://www.vimeo.com/1052320
In Berlin, at C-Base, people from wireless communities all around Europe meet to share ideas and experiences. See this interview by Mario Behling with free networks activists from Ninux.org and Freifunk.net
Jürgen Neumann, one of the initiators of freifunk.net, and Marek Lindner, openmoko developer and B.A.T.M.A.N. programmer, speak about the Open Hardware Initiative event Open Tech Summit in Taiwan.
Producer: Mario Behling
Direct Link: http://video.google.com/videoplay?docid=3658635997245168365
Links:
Trackback auf Radio Fritz berichtet über Freifunk. Hier Ausschnitte aus der Sendung.
![]()
... Andreas Bogk vom CCC über die Frage, ob man sein WLAN offen oder zu haben sollte.
... Dr. Reto Manz’ Doktorarbeit zum Thema “Rechtsfragen in offenen Netzen”
... Cven Wagner über Freifunken und Sicherheit im offenen Netz.
(26.4.2008, Marcus Richter, http://spreeblick.com/trackback/2008/04/26/trb-074-notpron-robocup-offen...)
Komplette Sendung: http://spreeblick.com/trackback/podpress_trac/web/293/0/trb_080426.mp3
Beitrag über Freifunk im Deutschlandfunk:
"Wo das moderne Glasfasernetz die Entwicklung einer DSL-Infrastruktur verhinderte und die vorhandenen Telefon- und Modemanschlüsse rar waren war Vielen der Internetzugang versperrt. Ersatz bringen engagierte Anwender, die eigene WLAN-Netze erschaffen"
Autor: Wolfgang Noelke
Beitrag: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/786517/
mp3-Download: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/05/17/dlf_20080517_1646_e...
Wolfgang Noelke war beim Wireless Community Weekend zu Gast. Er hat in den letzten Jahren bereits öfters über Freifunk berichtet und liefert nicht nur interessante, sondern auch gut recherchierte und faktisch korrekte Beiträge. Das fällt vielen Journalisten nicht nur in bezug auf Freifunk schwer.
Jürgen Neumann: Freifunker verbinden den Spaß mit dem
Nützlichen und liefern Internet auch an Orte, die kommerzielle Anbieter
vernachlässigen. (Bild: Wolfgang Noelke)
Der Beitrag:
(Wolfgang Noelke) In Berlin realisierte man vor fünf Jahren, was man zur Jahrtausendwende bereits in London versuchte: Eine drahtlose Vernetzung aller in der Nachbarschaft vorhandenen PCs, die im Prinzip so funktioniert, wie kreuz und quer miteinander verbundene Straßen: Wenn eine dieser Straßen einen Autobahnanschluss hat, ist es nur eine Frage der Zeit, wann ein am anderen Ende des Straßennetzes startendes Fahrzeug die Autobahn erreicht. So schrieb die Freifunk-Gemeinde ein Protokoll, das jedem, im Netzwerk angemeldeten Computer das aktuelle Abbild der sich ständig verändernden Verbindungen mitteilt und veröffentlichte es unter dem Namen "Optimized Link State Routing". Wer an Freifunk teilnehmen wollte, ob mit oder ohne Internetanschluss, brauchte nur noch einen passenden WLAN-Router, erinnert sich Jürgen Neumann, Gründer von Freifunk:
(Jürgen Neumann) Lange Zeit ging das so, man kauft sich einen Access-Point, der muss kompatibel sein. Da gibt es eine lange Liste von verschiedenen Geräten, die dafür infrage kommen und dann kann man über ein Web Interface Firmware austauschen. Freifunk-Firmware kann man sich kostenlos aus dem Internet herunter laden und es reicht, diese zu ersetzen, aber wir sind einen wesentlichen Schritt weiter. Ich habe aus Taiwan erste Router mitgebracht, die tatsächlich schon ab Werk mit einer Firmware geflasht sind, die man überhaupt nicht mehr konfigurieren muss. Also es reicht, die Geräte einfach in die Steckdose zu stecken und der Rest geht automatisch.
(Wolfgang Noelke) Das schreckte viele ab: Firmware auszutauschen, an sich ein kompliziertes und riskantes Manöver, bei dem die Betriebssoftware des Routers durch eine neue, quasi selbstgestrickte Version ersetzt wird. Das schreckte besonders diejenigen ab, für die Freifunk ursprünglich gedacht war: Teilnehmer ohne Internetanschluss und einer deswegen auch oft mangelnden Internet- und Computererfahrung. Die Teilnehmerzahl wuchs trotzdem. Inzwischen sind ganze Stadtteile Berlins und Städte wie Weimar gut vernetzt. Mit zunehmender Teilnehmerzahl wurde das alte Netzwerkprotokoll immer langsamer. Es berechnet ja die Navigation durch das das gesamte Netzwerk, kennt bereits beim Absenden eines Datenpäckchens jeden Knoten bis zum Ziel. Daran wurde gearbeitet: Um den genauen Weg zum Ziel kümmert sich das neue Protokoll B.A.T.M.A.N. - "Better Approach To Mobile Adhoc Networking", generiert wörtlich eine "Bessere Ähnlichkeit Mobiler Spontan-Netzwerke" und verhält sich auch so. Wer spontan ein Päckchen versendet, denkt doch niemals an die unterwegs zu durchlaufenden Poststationen:
(Jürgen Neumann) Ich muss nur wissen, wenn ich ein Päckchen von hier schicke, wo der nächste Briefkasten ist, wo ich das abgebe, sozusagen.
(Wolfgang Noelke) Von da ab geht's nun automatisch: Geeignete Briefkästen zum Weiterversenden sind die der nächsten Nachbarschaft, bis das Päckchen zufällig einen Briefkasten mit Internetanbindung erreicht.
(Jürgen Neumann) Da sind schon Mechanismen implementiert, um das permanent zu überprüfen und die Router auch sehr schnell anzupassen. Also jeder einzelne Node weiß nur noch, bei welchen nächsten Nachbarn er ein Paket abgeben muss, wenn es in eine bestimmte Richtung geschickt werden soll.
(Wolfgang Noelke) Neben dieser selbstverständlich unter Open-Source-Bedingungen angebotenen Software beschäftigt sich die Gemeinschaft bereits auch mit Open-Source-Hardware. Auf einen Hauptprozessor im Router, die so genannte CPU, verzichtet man:
(Jürgen Neumann) Die Gruppe heißt OpenPattern.org, die gerade dabei sind, einen Router zu entwickeln. Und dieser Router verwendet keine CPU mehr im Sinne eines vorgefertigten Chips, sondern ein Bauteil, in das man selber eine CPU-softwaremäßig schreiben kann. Das bedeutet, die entwickeln gerade ihre eigene CPU und ihr eigenes Routerboard und sicher haben wir auch schon darüber gesprochen, mal einen Wireless Chip aus der Community heraus zu designen und dann dafür hoffentlich einen Hersteller in Taiwan oder in einem anderen Land zu finden.
(Wolfgang Noelke) Vielleicht bewahrheitet sich damit bald der Freifunk-Traum, dass sich überall dort, wo mehrere WLAN-fähige Geräte sich gegenseitig erreichen, sich spontan ein Netzwerk bildet. Das nennt sich Meshing. Jürgen Neumann:
(Jürgen Neumann) ##Seitdem wir uns mit Meshing beschäftigen, beschäftigen wir uns mit der Idee, dass jedes Telefon zum Beispiel ein Meshpoint sein könnte oder jeder kleine PDA. Alles was die Leute so an elektronischen Geräten in der Tasche mit sich herum tragen. Es hat nur leider zwei große Probleme. Das erste ist, dass der Stromverbrauch dieses WiFi Chips ziemlich hoch ist. Und wenn wir uns so eine Mesh-Wolke vorstellen, die immer in Bewegung ist, dann würde das auch bedeuten, dass das Wireless Device permanent Daten überträgt und mit den Chips, die wir heute haben, würde das zu viel Strom verbrauchen. Der zweite Punkt ist, dass es zwar schon eine Implementierung von BATMAN auf Layer zwei gibt, dass man diese aber in die Firmware des Chips idealerweise integrieren müsste und dass es bisher noch keinen Chiphersteller gibt, der sagt: Lass uns das machen.
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