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Projekt Freikarte: Visualisierung der Standorte von Freifunkern auf freifunk.net – Mitstreiter gesucht!

Das Nutzerkonto auf freifunk.net, die Freikarte, hat in den letzten Jahren viele Freifunk-Interessierte zusammen geführt. Mit der Freikarte ist es möglich direkt direkt nach Freifunkern in der Nachbarschaft zu suchen. Doch die Funktionen der Freikarte stoßen immer mehr an Grenzen. Bei der großen Anzahl von Freifunkern in manchen Gegenden erscheinen bei der Postleitzahlsuche manchmal Hunderte von Treffern – da wird es unter Umständen schwierig den richtigen Ansprechpartner zu finden. Als Ziel hat das Kernteam der Freifunk.net-Website daher anvisiert eine Karte in Verbindung mit einer genaueren Suche einzuführen. Hierzu sollen in Zukunft auch Straße und Hausnummer von Aktiven und Interessierten aufgenommen werden. In Verbindung mit Google Maps oder in der Entstehung befindlichen Free und Open Source Maps können lokale Mitwirkende und Usergroups so leichter gefunden werden und sich vernetzen.

Ein Beispiel für die Implementierung von Karten bieten bereits Communities in Frankreich (http://carte.wireless-fr.org), Spanien (http://maps.guifi.net), in Terni (Italien) (http://www.terniwireless.info/mappaterni), Berlin (http://www.olsrexperiment.de/samples..) und Leipzig (http://map.freifunk-leipzig.public-ip.org/polymap2.ffl/app). Auch London hat bereits ein OpenMap-Projekt (http://uo.space.frot.org/freemap/). Ein globales Map-Projekt, dass als Datenbasis für Freifunkkarten dienen kann, wurde zudem auf http://www.openstreetmap.org gestartet.

Fragen die für die Implementierung einer Karte auf freifunk.net zu klären sind, werden bereits auf deutschen Mailinglisten diskutiert. Andreas Hubel schrieb auf der deutschen Liste:

„Dann sollten wir uns auf ein einheitliches XML Format für die Daten einigen und die WRT's dazu bringen die Daten in diesem Format auszuspucken. Als nächstes sollte dann in jeder Stadt irgend ein Rechner laufen, der diese XML Dateien via HTTP von den WRT's holt und in einer einzigen Datei sammelt. Mit der können dann die eigenen Systeme gefüttert werden, oder man schickt diese gesammt Datei eben an eine zentrale Stelle, an der dann eine Freifunk weite XML-Datei generiert wird. Basierend auf diesen XML-Dateien können wir ja dann die verschieden Kartensysteme die es so gibt ansprechen. Nen Konverter für KML Dateien für Google Earth (und jetzt anscheind auch Google Maps) wäre z.B. nicht schlecht, aber auch andere Formate wären möglich. Die Leute vom Funkfeuer haben ja schon sowas in der Richtung gemacht, dort kann lässt sich ne KML Datei runterladen, die dann in Google Earth in die 3D Karte die Nodes einblendet. Wir bräuchten halt nur mal nen einheitlichen Standard für die XML-Dateien, ich denke der Rest wäre das kleinere Problem.“ (http://permalink.gmane.org/gmane.org.freifunk.wlannews/1443)

Ein schönes Feature für die Zukunft wäre auch, wenn Freifunker ihren lokalen Ausschnitt, wie bei frappr.com in ihre eigen Website oder Blog einfügen könnten. Fernziel könnte eine Free und Open Source Map sein, die Freifunk-Initiativen in Deutschland und der ganzen Welt auf einer Karte anzeigt und die Verbindungen von Freifunkern und zwischen den Communities sichtbar macht. Derartige Ideen sind im Moment noch Zukunftsmusik. Für die Umsetzung braucht das Website-Team daher Verstärkung. Also wer Ideen hat und mitmachen möchte, meldet euch bei uns!

Email: info@freifunk.net

FFSomething -- eine Portals-Software für Freifunk-Communities

Daniel Poelzleithner schrieb auf der WlanWare-Mailingliste:
FFSomething wird als Intergrationslösung entwickelt, in welche alle Teile, die für ein Meshnetzwerk sinnvoll sind, enthalten sein sollen. Dabei wird großen Wert auf dem Mitmachgedanken von freien Netzwerken gelegt. Z.B. besitzen die meisten Seiten einen frei editierbaren Wikibereich, die wichtigen Daten sind aber maschienenverwertbar gehalten. Das Aussehen der Seiten ist natürlich über Templates und Stylesheets frei änderbar.
Weiter Infos und Sourcen auf der Projektseite: http://ff-firmware.quamquam.org/trac/wiki/FFSomething

B.A.T.M.A.N. fliegt durchs Weimarnetz

...oder besser gesagt: flog durchs Weimarnetz. B.A.T.M.A.N. steht für "Better Approach To Mobile Ad-hoc Networking" ist ein neues, revolutionäres Routingprotokoll ("jaja, das sagen 'se alle..."), welches OLSR vielleicht mal ablösen wird. Aus der BATMAN2-Dokumentation: Es berechnet keine Routen - es spürt das Vorhandensein von Routen auf, und benutzt sie bei Bedarf.

Die BATMAN2-Software schlummerte quasi - fest in die Firmware eingebacken - und wartete darauf gestartet zu werden. Das Stichwort "<batmanstarten>" auf unser WIKI-Seite veranlasste am 10. Juli 2006 um 12 Uhr auf allen - ca. 100 - Freifunk-Routern im Weimarnetz das Hochfahren des neuen Routing-Protokolls. Das "alte" OLSR lief dabei nebenbei weiter.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: Wir hatten also ein Netz-im-Netz und der Angstschweiss liess nicht lange auf sich warten, schliesslich wurde BATMAN2 noch nie in so einem grossen Testfeld losgelassen. Trotz der Gewissheit, das wir einen Notausschalter hatten,fragte man sich: Was kann passieren? - Wir beobachteten also und...

  • testeten und verglichen Routen
  • bebobachteten das Ansteigen des Datenverkehrs
  • machten Testdownloads im Batman-Netz

Nach ungefaehr 12 Stunden Laufzeit allerdings, wurde BATMAN2 auf allen Routern im Weimarnetz hastig wieder von uns deaktiviert. Was war passiert, warum dieses kurze Debüt?

Nachdem ein Blick in den frühen Morgenstunden auf einigen Routern zweifelsfrei gezeigt hat, das die CPUs ganz schoen schnauften, haben wir uns dazu entschlossen die Notbremse zu ziehen und auf die naechste Version des Routing-Dienstes zu warten. Die erhofften Vorteile - geringer Speicherbedarf und geringe CPU-Belastung - stellten sich teilweise als (noch) nicht ganz richtig heraus:

Ansteigen der CPU-Last waehrend des startens von BATMAN:

 

Aber:

  • BATMAN funktionierte. Und das garnicht mal schlecht.
  • BATMAN fand manchmal andere Routen als OLSR und manchmal die gleichen.
  • BATMAN hat sich in der fruehen Version 0.06 wacker geschlagen.


So bleibt nach allen Strapazen dieser Nacht jedoch die Gewissheit nur  ein Minimum an Speicherplatz verschwendet zu haben. ;-)

Weitere Informationen zum Test gibt es auf der Weimarer Seite unter Batman-Test und  Batman-Test-Analyse. Wer selbst mal BATMAN2 ausprobieren will, findet hier eine kurze Anleitung.

Auf dem Weg zum überregionalen Freifunk-Netz

Viele Freifunker kennen das: Man ist der erste und hat keinen Kontakt zur „großen Wolke“. Auch wenn sich einige Freunde in der Umgebung mit anschließen, solange kein Kontakt zur großen Wolke besteht, bleibt das Freifunk-Erlebnis doch ziemlich unspektakulär. Warum also den ganzen Aufwand betreiben und mitmachen? Warum nicht warten, bis sich die Lücke zu zum lokalen Netz schließt?

Um verstreute Netze – kleine und große miteinander zu verbinden, gibt es nun das FreifunkVPN-Projekt. Denn, mittels VPN-Technik ergibt sich die Möglichkeit einzelne Wolken über das Internet mit einem Tunnel zu verbinden und so die Freifunkwolken in einer Stadt und sogar die Netze verschiedener Städte in einem gemeinsamen überregionalen Freifunk-Netz zu vereinen. Dies ermöglicht nun auch den Freifunkern in kleinen Netzen mit größeren Freifunk-Wolken in Kontakt zu treten und so direkt mit entfernten Teilnehmern zu kommunizieren -  ein starker Motivationsschub. Die Frage des Mitmachens wird klar mit „Ja, so schnell wie möglich“ beantwortet.

Auf der WE.FUNK06 ist die Idee nun konkret vorangetrieben worden. Weimar, Leipzig und Berlin setzten sich zusammen und überlegten erste Schritte. Ein Jahr zuvor hatte man an gleicher Stelle erste Überlegungen getroffen, nun konnte die zwischenzeitliche, sehr instabile Kopplung (mit viel NAT gewürzt) deaktiviert werden, mit einer skalierbaren Lösung in Griffweite. Die prototypische Einrichtung der neuen Verbindung folgte noch am selben Wochenende.

Möglich soll die dauerhafte Kopplung der Netze durch die Installation von so genannten VPN’s – Virtuellen Privaten Netzwerken werden. Ein Virtual Private Network ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz (zum Beispiel das Internet) nutzt. Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Genauso wie einzelne Freifunk-Router in einem lokalen Netz können die „Freifunk-Wolken“ der verschiedenen Städte verstanden werden. Diese können dann durch Links miteinander vernetzt werden. Nicht nur ein stadtweites Netz, sondern ein großes Freifunknetz ist das Ergebnis. Die freien Netze von Weimar und Leipzig konnten bereits experimentell über eine Kabelverbindung per DSL miteinander verbunden werden. Nun soll das Verbund-Experiment dauerhaft weitergeführt werden.

Auch bisher konnte sich theoretisch jeder mit entfernten Netzen über Tunnel und VPN verbinden. Dies verlangte jedoch spezifische Kenntnisse und einen nicht unbeträchtlichen Konfigurationsaufwand. Indem wir einige Server der verschiedenen Freifunk-Netze dauerhaft miteinander koppeln, bestehen die Verbindungen zwischen den Netzen ohne dass Teilnehmer eines Netzes ihren Computer konfigurieren müssen, um gleichzeitig in verschiedenen Netzen präsent zu sein. Die Konfiguration von VPN-Verbindungen auf einzelnen Rechnern zum Beispiel für Audiostreaming entfällt hierdurch. Die Freifunker hoffen nun, dass sie bald in der Lage sein werden die notwendigen Rechnerkapazitäten und DSL-Verbindungen zur Verfügung zu haben, um das Experiment dauerhaft fortzuführen.

Ein detailliertes Bild der Netze und des Verkoppelungsexperiments Weimar-Leipzig gibt es auf http://wiki.freifunk-leipzig.public-ip.org/index.php/NetzkopplungWeimarLeipzig.

(Artikeltext u.a. auf Basis von Egmont)

GPL für Wi-Fi-Treiber und Aufnahme in Linux-Kernel anvisiert

[via Sven W.]
Die Wi-Fi-Treiber von Devicescape werden nun auch unter die freie General Public License gestellt. Sie wurden ebenfalls zur Aufnahme in den Linux 2.6-Kernel eingereicht.

Devicescape's Wi-Fi driver stack is going open source under the General Public License (GPL).  Called the Advanced Datapath Driver, it has been submitted for inclusion in the Linux 2.6 kernel. That could mean that in the very near future, instead of struggling to get drivers and cards to work together on a Linux computer, users may be able to plug in just about any card and get up and running. Developers could potentially stop porting drivers from Windows or writing new drivers from scratch.(GPL). (Eric Griffith, http://www.wi-fiplanet.com/news/article.php/3602901)
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