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  <title>Juergen Neumann's blog</title>
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  <updated>2007-02-10T06:41:11+01:00</updated>
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    <title>Freifunk statt Angst!  BGH entscheidet zur Störerhaftung bei WLAN am 18.3.</title>
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    <published>2010-03-04T16:35:47+01:00</published>
    <updated>2010-03-08T12:27:04+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="Community" />
    <category term="Rechtliches" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
<b><a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;Sort=3&amp;nr=51147&amp;anz=49&amp;pos=0&amp;Blank=1" title="Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle" target="_blank">Der Bundesgrichtshof wird am 18.3.2010 darüber verhandeln</a>, wie sich die Störerhaftung bei einem WLAN darstellt. Das könnte auch für freifunk.net ein sehr wichtiger Termin werden.</b>
</p>
<p>
<i>Schon seit langem exisitert eine gewisse Rechtsunsicherheit zu dieser Frage. Es sind bereits einige Fälle bekannt geworden, bei denen die Betreiber offener WLANs mit Internetanschluss mit dem Vorwurf der Störerhaftung konfrontiert wurden. Je nach Gericht wurde darüber unterschiedlich entschieden. Oftmals kam es aber garnicht erst zu einer Gerichtsverhandlung, da die Anwälte der Content-Industrie die Betroffenen bereits mit Ihren Abmahnungen ausreichend eingeschüchtert haben und die Aussichten auf einen gerichtlichen Erfolg unterschiedlich eingeschätzt wurden. In den meisten Fällen fehlte aber vor allem auch das Geld, um den Weg vor Gericht überhaubt antreten zu können.
</i>
</p>
<p>
<i>
Deshalb haben einige FreifunkerInnen gemeinsam einen Spendenaufruf verfasst, den ich an dieser Stelle gerne veröffentlichen möchte:
</i>
</p>
<p class="line874">
<b>Spendenaufruf &quot;Freifunk statt Angst&quot;</b> <span class="anchor" id="line-4"></span><span class="anchor" id="line-5"></span>
</p>
<p class="line874">
Die Gemeinschaft der Freifunkerinnen und Freifunker braucht Eure/Ihre Unterstützung! <span class="anchor" id="line-6"></span>Windige
Advokaten überziehen unser Land mit einer Welle von unberechtigten
Abmahnungen. Sie diskreditieren die Freifunkidee und versuchen Freifunk
in die Ecke von Internetkriminalität zu stellen. Gemeinsam wollen wir
alle Rechtsmittel ausschöpfen und uns dagegen wehren. Aus diesem Grund
gründen engagierte Freifunkerinnen und Freifunker einen
Rechtshilfefond. Aus diesem Fond sollen bedrohte Freifunker und
Freifunkerinnen unterstützt werden, damit sie sich gegen unberechtigte
Abmahnungen wehren können, ohne das finanzielle Risiko alleine tragen
zu müssen. <span class="anchor" id="line-7"></span><span class="anchor" id="line-8"></span>
</p>
<ul>
	<li>Wir biiten um Spenden mit dem Stichwort: &quot;Freifunk statt Angst!&quot; an den Verein: <span class="anchor" id="line-9"></span></li>
	<li>Förderverein Freie Netzwerke e.V. <span class="anchor" id="line-10"></span></li>
	<li>Konto 722 722 7006 <span class="anchor" id="line-11"></span></li>
	<li>BLZ 100 900 00 <span class="anchor" id="line-12"></span></li>
	<li>Berliner Volksbank </li>
	<li>IBAN: DE29 1009 0000 7227 2270 14</li>
	<li>BIC: BEVODEBB</li>
	<li>
	<p class="line862">
	Verwendungszweck: <i>Freifunk statt Angst!</i> <span class="anchor" id="line-14"></span><span class="anchor" id="line-15"></span><span class="anchor" id="line-16"></span>
	</p>
	</li>
</ul>
<p class="line874">
Damit
wir die juristische Klärung des Sachverhalts finanzieren und die
finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen können. <span class="anchor" id="line-17"></span><span class="anchor" id="line-18"></span>
</p>
<p class="line874">
Die
fortschreitende Digitalisierung verändert viele Geschäftsmodelle. Zu
diesen Geschäftsmodellen gehört bekanntermassen auch das Geschäft der
Musik- und Filmindustrie. Durch die digitale Verbreitung
urheberrechtlich geschützten Materials wird es zunehmend schwerer
grosse Gewinne allein durch den Verkauf von Bild- und Tonträgern
einzufahren. Die Rechteindustrie hat eine - in ihrer Vorgehensweise und
Wortwahl - reichlich militante und vorsätzlich irreführende Kampagne
gestartet, um der legalen Privatkopie den Kampf anzusagen. Darüber
hinaus sollte ein allgemeines Klima der Rechtsunsicherheit, Überwachung
und Angst geschürt werden. Der Slogan &quot;Raubkopierer sind Verbrecher&quot;
ist inhaltlich so fragwürdig, wie er absurd ist, denn Raub ist die
gewaltsame Wegnahme einer Sache. Doch der Slogan
&quot;Urheberrechtsverletzer sind Verbrecher&quot; &quot;zieht&quot; halt einfach nicht,
und zudem wäre er inhaltlich immer noch falsch. Von einem Verbrechen
könnte man bestenfalls bei gewerbsmässigem und/oder durch organisierte
Banden verübten Urheberrechtsverletzungen sprechen. Der Slogan der
Kampagne entpuppt sich bei näherer Betrachtung lediglich als heisse
Luft. <span class="anchor" id="line-22"></span><span class="anchor" id="line-23"></span>
</p>
<p class="line874">
Der
Lobbyismus der Rechteindustrie hat nichtsdestotrotz Rückschläge und
Erfolge erzielt. Vor allem auf politischer Ebene. Zu diesen &quot;Erfolgen&quot;
gehört neben der Vorratsdatenspeicherung - die ja gerade im ersten Entwurf gescheitert und deshalb jetzt wieder neu diskutiert wird -  vor allem ein allgemeines
Klima der Rechtsunsicherheit, das unter anderem unverschlüsselte
drahtlose Internetzugänge zu einem zivilrechtlichen Risiko macht. <span class="anchor" id="line-24"></span><span class="anchor" id="line-25"></span>
</p>
<p class="line874">
Von
dieser Rechtsunsicherheit profitiert die Abmahnindustrie. Konkret
handelt es sich um einige dubiose Anwaltsbüros die das Abfischen von
Filesharingnutzern als höchst lukratives Geschäftsfeld für sich
entdeckt haben. Diese verbinden sich selbst mit einer Tauschbörse und
suchen dort nach IP-Adressen aus der Bundesrepublik über die gerade
urheberrechtlich geschützte Inhalte getauscht werden. Dabei werden
Screenshots gemacht, diese sollen bei Bedarf vor Gericht als
Beweismittel dienen. <span class="anchor" id="line-26"></span><span class="anchor" id="line-27"></span>
</p>
<p class="line874">
Zwar
haben Gerichte verfügt, dass die Adressen von Anschlussinhabern zu den
jeweiligen IP-Adressen nur bei strafrechtlich relevanten Vorgängen
herausgegeben werden müssen, doch dieser Schutz wird von den
Abmahnanwälten umgangen, in dem zunächst ein Strafverfahren eingeleitet
wird. Dies ist zwar aussichtslos, aber sie kommen so an die Adressen
der Anschlussinhaber. <span class="anchor" id="line-28"></span><span class="anchor" id="line-29"></span>
</p>
<p class="line874">
Daraufhin
flattert dann den Anschlussinhabern per Briefpost ein Abmahnschreiben
ins Haus. Inhalt: Der Anschlussinhaber soll eine Geldbusse in der Höhe
von 400-600 Euro an die Abmahnanwälte bezahlen und eine
Unterlassungserklärung unterschreiben, mit der er/sie sich verpflichtet
bei einem weiteren Verstoss eine exorbitante Summe zu bezahlen.
Widrigenfalls wird mit einem Gerichtsverfahren gedroht. <span class="anchor" id="line-30"></span><span class="anchor" id="line-31"></span>
</p>
<p class="line874">
Da
viele Leute Angst haben, sich auf dem ihnen unbekannten Gebiet des
Rechts auf ein Abenteuer einzulassen, haben die Abmahnanwälte leichtes
Spiel und streichen mit wenig Aufwand ordentliche Gewinne ein. Nur ein
kleiner Teil davon geht an die Inhaber der Urheberrechte. Dieses
Geschäftsmodell floriert offensichtlich mittlerweile, denn in letzter
Zeit trifft es nun auch einzelne Betreiber von Freifunk-Gateways. Da
lädt irgend so ein Dummkopf die &quot;Grössten Hits von Ballermann sechs&quot;
über den Gateway von Floh Fleissig herunter und dieser bekommt
anschliessend seltsame Briefpost. <span class="anchor" id="line-32"></span><span class="anchor" id="line-33"></span>
</p>
<p class="line874">
In
diesem Fall heisst es: Zuerst einmal Ruhe bewahren. Auf gar keinen Fall
sollte man derartige Erklärungen unterschreiben und damit den Kopf in
die Schlinge stecken oder die geforderte Summe in voller Höhe bezahlen.
Ängstliche Naturen können eine von unseren Anwälten modifizierte
Abmahnerklärung abgeben. Wer meint, er oder sie möchte versuchen die
Abmahnanwälte durch kleine Geschenke zu beschwichtigen kann 100€
bezahlen. Mehr ist ein derartig einfacher Urheberrechtsverstoss laut
der Auffassung vieler Gerichte ohnehin nicht wert. <span class="anchor" id="line-34"></span><span class="anchor" id="line-35"></span>
</p>
<p class="line874">
Wer
nicht so ängstlich ist sollte es auf ein Gerichtsverfahren ankommen
lassen. Schliesslich gilt es unsere Freiheit und Freizügigkeit zu
verteidigen. <span class="anchor" id="line-36"></span><span class="anchor" id="line-37"></span>
</p>
<p class="line874">
Beweise?! Welche Beweise?! <span class="anchor" id="line-38"></span><span class="anchor" id="line-39"></span>
</p>
<p class="line862">
Zunächst
einmal ist die Beweislage (Screenshot mit einer IP-Adresse) äusserst
dünn. Dass ein Screenshot als Beweismittel gelten kann, können nur
diejenigen glauben, die noch nie ein Programm wie Photoshop oder GIMP
aus der Nähe gesehen haben. Ausserdem: Der Bittorrent-Tracker
&quot;Opentracker&quot;, der unter anderem von dem populären Torrent-Tracker &quot;<span class="nonexistent">ThePirateBay</span>.org&quot;
verwendet wird, generiert auch zufällige IP-Adressen als vermeintliche
Peers. Zu dieser Strategie der Entwickler von &quot;Opentracker&quot; kann man
stehen wie man will. Ob auch andere Tauschbörsen ähnliche Strategien
anwenden, oder nicht, ist nicht bekannt. Doch damit ist die Beweiskraft
eines Screenshots zusätzlich fragwürdig. Es kann daher lediglich ein
dummer Zufall sein, dass die IP-Adresse des Gatewaybetreibers im
Screenshot der Abmahner aufgetaucht ist. <span class="anchor" id="line-40"></span><span class="anchor" id="line-41"></span>
</p>
<p class="line874">
Floh
Fleissig schwört jedenfalls Stein und Bein, dass ihm schon beim
Gedanken die &quot;Grössten Hits von Ballermann sechs&quot; anhören zu müssen,
das Blut aus den Ohren tropft. Ausserdem betreibt Floh Fleissig offene
Gateways - er kann laut Telekommunikationsgesetz gar nicht überwachen
wer sich was wann über seinen Gateway klickt. Seit wann ist Floh
Fleissig als Zugangsprovider für die Inhalte verantwortlich, welche die
Nutzer über seinen kostenlos bereit gestellten Zugang nutzen oder
anbieten? Dem steht die Auffassung einiger Richter entgegen: &quot;Wer einen
ungesicherten Internetzugang anbietet ist prinzipiell selbst schuld.&quot;
Das sehen einige Richter so und andere Richter anders. <span class="anchor" id="line-42"></span><span class="anchor" id="line-43"></span>
</p>
<p class="line874">
Wenn
Floh Fleissig vor Gericht in der ersten Instanz verliert kostet es etwa
1400€. Diese Euros braucht Floh Fleissig nicht selbst alleine zu
bezahlen. Schliesslich sind wir eine Community und der Angriff auf die
Freiheit und Freizügigkeit von Floh Fleissig geht uns alle an. Das
Problem haben nicht nur wir Freifunker, sondern alle die offene
Internetzugänge betreiben. Seien es nun Cafes, Kneipen, Clubs, Vereine,
Universitäten, Bibliotheken oder jede Person, die der Meinung ist, dass
ein schneller und teurer Breitbandanschluss für mehr als eine Person
ausreicht. Die Freiheit anderen gegenüber freizügig zu sein, dürfen Wir
Uns nicht von den Profitinteressen einer wild gewordenen Industrie
nehmen lassen. Das ist nicht Recht und auch nicht billig! <span class="anchor" id="line-44"></span><span class="anchor" id="line-45"></span>
</p>
Spendet
deshalb mit dem Stichwort: &quot;Freifunk statt Angst!&quot; an den gemeinnützigen Förderverein Freie
Netzwerke e.V. damit wir die juristische Klärung des Sachverhalts
finanzieren und die finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen
können. 
<p>
&nbsp;
</p>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
<b><a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;Sort=3&amp;nr=51147&amp;anz=49&amp;pos=0&amp;Blank=1" title="Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle" target="_blank">Der Bundesgrichtshof wird am 18.3.2010 darüber verhandeln</a>, wie sich die Störerhaftung bei einem WLAN darstellt. Das könnte auch für freifunk.net ein sehr wichtiger Termin werden.</b>
</p>
<p>
<i>Schon seit langem exisitert eine gewisse Rechtsunsicherheit zu dieser Frage. Es sind bereits einige Fälle bekannt geworden, bei denen die Betreiber offener WLANs mit Internetanschluss mit dem Vorwurf der Störerhaftung konfrontiert wurden. Je nach Gericht wurde darüber unterschiedlich entschieden. Oftmals kam es aber garnicht erst zu einer Gerichtsverhandlung, da die Anwälte der Content-Industrie die Betroffenen bereits mit Ihren Abmahnungen ausreichend eingeschüchtert haben und die Aussichten auf einen gerichtlichen Erfolg unterschiedlich eingeschätzt wurden. In den meisten Fällen fehlte aber vor allem auch das Geld, um den Weg vor Gericht überhaubt antreten zu können.
</i>
</p>
<p>
<i>
Deshalb haben einige FreifunkerInnen gemeinsam einen Spendenaufruf verfasst, den ich an dieser Stelle gerne veröffentlichen möchte:
</i>
</p>
<p class="line874">
<b>Spendenaufruf &quot;Freifunk statt Angst&quot;</b> <span class="anchor" id="line-4"></span><span class="anchor" id="line-5"></span>
</p>
<p class="line874">
Die Gemeinschaft der Freifunkerinnen und Freifunker braucht Eure/Ihre Unterstützung! <span class="anchor" id="line-6"></span>Windige
Advokaten überziehen unser Land mit einer Welle von unberechtigten
Abmahnungen. Sie diskreditieren die Freifunkidee und versuchen Freifunk
in die Ecke von Internetkriminalität zu stellen. Gemeinsam wollen wir
alle Rechtsmittel ausschöpfen und uns dagegen wehren. Aus diesem Grund
gründen engagierte Freifunkerinnen und Freifunker einen
Rechtshilfefond. Aus diesem Fond sollen bedrohte Freifunker und
Freifunkerinnen unterstützt werden, damit sie sich gegen unberechtigte
Abmahnungen wehren können, ohne das finanzielle Risiko alleine tragen
zu müssen. <span class="anchor" id="line-7"></span><span class="anchor" id="line-8"></span>
</p>
<ul>
	<li>Wir biiten um Spenden mit dem Stichwort: &quot;Freifunk statt Angst!&quot; an den Verein: <span class="anchor" id="line-9"></span></li>
	<li>Förderverein Freie Netzwerke e.V. <span class="anchor" id="line-10"></span></li>
	<li>Konto 722 722 7006 <span class="anchor" id="line-11"></span></li>
	<li>BLZ 100 900 00 <span class="anchor" id="line-12"></span></li>
	<li>Berliner Volksbank </li>
	<li>IBAN: DE29 1009 0000 7227 2270 14</li>
	<li>BIC: BEVODEBB</li>
	<li>
	<p class="line862">
	Verwendungszweck: <i>Freifunk statt Angst!</i> <span class="anchor" id="line-14"></span><span class="anchor" id="line-15"></span><span class="anchor" id="line-16"></span>
	</p>
	</li>
</ul>
<p class="line874">
Damit
wir die juristische Klärung des Sachverhalts finanzieren und die
finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen können. <span class="anchor" id="line-17"></span><span class="anchor" id="line-18"></span>
</p>
<p class="line874">
Die
fortschreitende Digitalisierung verändert viele Geschäftsmodelle. Zu
diesen Geschäftsmodellen gehört bekanntermassen auch das Geschäft der
Musik- und Filmindustrie. Durch die digitale Verbreitung
urheberrechtlich geschützten Materials wird es zunehmend schwerer
grosse Gewinne allein durch den Verkauf von Bild- und Tonträgern
einzufahren. Die Rechteindustrie hat eine - in ihrer Vorgehensweise und
Wortwahl - reichlich militante und vorsätzlich irreführende Kampagne
gestartet, um der legalen Privatkopie den Kampf anzusagen. Darüber
hinaus sollte ein allgemeines Klima der Rechtsunsicherheit, Überwachung
und Angst geschürt werden. Der Slogan &quot;Raubkopierer sind Verbrecher&quot;
ist inhaltlich so fragwürdig, wie er absurd ist, denn Raub ist die
gewaltsame Wegnahme einer Sache. Doch der Slogan
&quot;Urheberrechtsverletzer sind Verbrecher&quot; &quot;zieht&quot; halt einfach nicht,
und zudem wäre er inhaltlich immer noch falsch. Von einem Verbrechen
könnte man bestenfalls bei gewerbsmässigem und/oder durch organisierte
Banden verübten Urheberrechtsverletzungen sprechen. Der Slogan der
Kampagne entpuppt sich bei näherer Betrachtung lediglich als heisse
Luft. <span class="anchor" id="line-22"></span><span class="anchor" id="line-23"></span>
</p>
<p class="line874">
Der
Lobbyismus der Rechteindustrie hat nichtsdestotrotz Rückschläge und
Erfolge erzielt. Vor allem auf politischer Ebene. Zu diesen &quot;Erfolgen&quot;
gehört neben der Vorratsdatenspeicherung - die ja gerade im ersten Entwurf gescheitert und deshalb jetzt wieder neu diskutiert wird -  vor allem ein allgemeines
Klima der Rechtsunsicherheit, das unter anderem unverschlüsselte
drahtlose Internetzugänge zu einem zivilrechtlichen Risiko macht. <span class="anchor" id="line-24"></span><span class="anchor" id="line-25"></span>
</p>
<p class="line874">
Von
dieser Rechtsunsicherheit profitiert die Abmahnindustrie. Konkret
handelt es sich um einige dubiose Anwaltsbüros die das Abfischen von
Filesharingnutzern als höchst lukratives Geschäftsfeld für sich
entdeckt haben. Diese verbinden sich selbst mit einer Tauschbörse und
suchen dort nach IP-Adressen aus der Bundesrepublik über die gerade
urheberrechtlich geschützte Inhalte getauscht werden. Dabei werden
Screenshots gemacht, diese sollen bei Bedarf vor Gericht als
Beweismittel dienen. <span class="anchor" id="line-26"></span><span class="anchor" id="line-27"></span>
</p>
<p class="line874">
Zwar
haben Gerichte verfügt, dass die Adressen von Anschlussinhabern zu den
jeweiligen IP-Adressen nur bei strafrechtlich relevanten Vorgängen
herausgegeben werden müssen, doch dieser Schutz wird von den
Abmahnanwälten umgangen, in dem zunächst ein Strafverfahren eingeleitet
wird. Dies ist zwar aussichtslos, aber sie kommen so an die Adressen
der Anschlussinhaber. <span class="anchor" id="line-28"></span><span class="anchor" id="line-29"></span>
</p>
<p class="line874">
Daraufhin
flattert dann den Anschlussinhabern per Briefpost ein Abmahnschreiben
ins Haus. Inhalt: Der Anschlussinhaber soll eine Geldbusse in der Höhe
von 400-600 Euro an die Abmahnanwälte bezahlen und eine
Unterlassungserklärung unterschreiben, mit der er/sie sich verpflichtet
bei einem weiteren Verstoss eine exorbitante Summe zu bezahlen.
Widrigenfalls wird mit einem Gerichtsverfahren gedroht. <span class="anchor" id="line-30"></span><span class="anchor" id="line-31"></span>
</p>
<p class="line874">
Da
viele Leute Angst haben, sich auf dem ihnen unbekannten Gebiet des
Rechts auf ein Abenteuer einzulassen, haben die Abmahnanwälte leichtes
Spiel und streichen mit wenig Aufwand ordentliche Gewinne ein. Nur ein
kleiner Teil davon geht an die Inhaber der Urheberrechte. Dieses
Geschäftsmodell floriert offensichtlich mittlerweile, denn in letzter
Zeit trifft es nun auch einzelne Betreiber von Freifunk-Gateways. Da
lädt irgend so ein Dummkopf die &quot;Grössten Hits von Ballermann sechs&quot;
über den Gateway von Floh Fleissig herunter und dieser bekommt
anschliessend seltsame Briefpost. <span class="anchor" id="line-32"></span><span class="anchor" id="line-33"></span>
</p>
<p class="line874">
In
diesem Fall heisst es: Zuerst einmal Ruhe bewahren. Auf gar keinen Fall
sollte man derartige Erklärungen unterschreiben und damit den Kopf in
die Schlinge stecken oder die geforderte Summe in voller Höhe bezahlen.
Ängstliche Naturen können eine von unseren Anwälten modifizierte
Abmahnerklärung abgeben. Wer meint, er oder sie möchte versuchen die
Abmahnanwälte durch kleine Geschenke zu beschwichtigen kann 100€
bezahlen. Mehr ist ein derartig einfacher Urheberrechtsverstoss laut
der Auffassung vieler Gerichte ohnehin nicht wert. <span class="anchor" id="line-34"></span><span class="anchor" id="line-35"></span>
</p>
<p class="line874">
Wer
nicht so ängstlich ist sollte es auf ein Gerichtsverfahren ankommen
lassen. Schliesslich gilt es unsere Freiheit und Freizügigkeit zu
verteidigen. <span class="anchor" id="line-36"></span><span class="anchor" id="line-37"></span>
</p>
<p class="line874">
Beweise?! Welche Beweise?! <span class="anchor" id="line-38"></span><span class="anchor" id="line-39"></span>
</p>
<p class="line862">
Zunächst
einmal ist die Beweislage (Screenshot mit einer IP-Adresse) äusserst
dünn. Dass ein Screenshot als Beweismittel gelten kann, können nur
diejenigen glauben, die noch nie ein Programm wie Photoshop oder GIMP
aus der Nähe gesehen haben. Ausserdem: Der Bittorrent-Tracker
&quot;Opentracker&quot;, der unter anderem von dem populären Torrent-Tracker &quot;<span class="nonexistent">ThePirateBay</span>.org&quot;
verwendet wird, generiert auch zufällige IP-Adressen als vermeintliche
Peers. Zu dieser Strategie der Entwickler von &quot;Opentracker&quot; kann man
stehen wie man will. Ob auch andere Tauschbörsen ähnliche Strategien
anwenden, oder nicht, ist nicht bekannt. Doch damit ist die Beweiskraft
eines Screenshots zusätzlich fragwürdig. Es kann daher lediglich ein
dummer Zufall sein, dass die IP-Adresse des Gatewaybetreibers im
Screenshot der Abmahner aufgetaucht ist. <span class="anchor" id="line-40"></span><span class="anchor" id="line-41"></span>
</p>
<p class="line874">
Floh
Fleissig schwört jedenfalls Stein und Bein, dass ihm schon beim
Gedanken die &quot;Grössten Hits von Ballermann sechs&quot; anhören zu müssen,
das Blut aus den Ohren tropft. Ausserdem betreibt Floh Fleissig offene
Gateways - er kann laut Telekommunikationsgesetz gar nicht überwachen
wer sich was wann über seinen Gateway klickt. Seit wann ist Floh
Fleissig als Zugangsprovider für die Inhalte verantwortlich, welche die
Nutzer über seinen kostenlos bereit gestellten Zugang nutzen oder
anbieten? Dem steht die Auffassung einiger Richter entgegen: &quot;Wer einen
ungesicherten Internetzugang anbietet ist prinzipiell selbst schuld.&quot;
Das sehen einige Richter so und andere Richter anders. <span class="anchor" id="line-42"></span><span class="anchor" id="line-43"></span>
</p>
<p class="line874">
Wenn
Floh Fleissig vor Gericht in der ersten Instanz verliert kostet es etwa
1400€. Diese Euros braucht Floh Fleissig nicht selbst alleine zu
bezahlen. Schliesslich sind wir eine Community und der Angriff auf die
Freiheit und Freizügigkeit von Floh Fleissig geht uns alle an. Das
Problem haben nicht nur wir Freifunker, sondern alle die offene
Internetzugänge betreiben. Seien es nun Cafes, Kneipen, Clubs, Vereine,
Universitäten, Bibliotheken oder jede Person, die der Meinung ist, dass
ein schneller und teurer Breitbandanschluss für mehr als eine Person
ausreicht. Die Freiheit anderen gegenüber freizügig zu sein, dürfen Wir
Uns nicht von den Profitinteressen einer wild gewordenen Industrie
nehmen lassen. Das ist nicht Recht und auch nicht billig! <span class="anchor" id="line-44"></span><span class="anchor" id="line-45"></span>
</p>
Spendet
deshalb mit dem Stichwort: &quot;Freifunk statt Angst!&quot; an den gemeinnützigen Förderverein Freie
Netzwerke e.V. damit wir die juristische Klärung des Sachverhalts
finanzieren und die finanziellen Risiken auf viele Schultern verteilen
können. 
<p>
&nbsp;
</p>
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>freifunk - Ein interessantes Modell fuer selbstverwaltete Medien - Interview mit Professor Angelo Serpa aus Brasilien</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2009/freifunk-ein-interessantes-modell-fuer-selbstverwaltete-medien-interview-mit-professor-angelo-s" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2009/freifunk-ein-interessantes-modell-fuer-selbstverwaltete-medien-interview-mit-professor-angelo-s</id>
    <published>2009-09-04T18:41:28+02:00</published>
    <updated>2009-09-05T17:22:39+02:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="Angelo Serpa" />
    <category term="Bahia" />
    <category term="Brasilien" />
    <category term="community" />
    <category term="Community" />
    <category term="DIW" />
    <category term="free wireless" />
    <category term="freie netze" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="internationale freifunk-community" />
    <category term="medien" />
    <category term="Philosophie" />
    <category term="Universidade Federal da Bahia" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
Angelo Serpa kommt aus Brasilien und ist Professor an der Bundesuniversität Bahias (Universidade Federal da Bahia). Zur Zeit ist er Gastwissenschaftler (Post-Doktorand) im Geographischen Institut an der Berliner Humboldt-Universität.
</p>
<p>
<i>J: Herr Serpa, Sie beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren wissenschaftlich mit Kommunikationsmedien, die von einer lokalen Community selbst verwaltet und betrieben werden. Was ist das besondere an diesem Prinzip und welche Projekte haben Sie bereits untersucht?</i>
</p>
<p>
AS: Wir haben im Jahr 2005 in Salvador da Bahia, Brasilien, diese Forschung über lokalbezogene Medieninitiativen angefangen. Salvador ist eine 3 Millionen Einwohner Metropole, wo es grosse soziale Unterschiede gibt, die in der Stadtlandschaft sehr ausgeprägt sind. Einerseits gibt es einige reiche Viertel, die sehr gut mit Infrastruktur versorgt sind, andererseits Viertel, die „arm“ sind, wo keine gute Infrastruktur vorhanden ist. Es herrscht Stadtsegregation und gibt viele Vorurteile gegen die „armen“ Viertel: sie seien gefährlich, dort gäbe es nichts ausser Kriminalität und Drogenhandel. Aber gerade in diesen Vierteln leben viele Künstler, die zum Beispiel den Karneval von Salvador, das grösste Strassenfest Brasiliens, mit ihrer Kunst, mit ihrem Tanz, ihrer Musik sozusagen „ernähren“. Ich spreche hier von Leuten, die die Armut zum künstlerischen Reichtum im Alltag umwandeln. Es sind diese Leute, die in diesen Vierteln „Community Radios“ machen, Radios, die nicht kommerziell sind und keine öffentliche Unterstützung bekommen. Meistens hört man diese Radios einfach direkt per Lautsprecher auf der Strasse, obwohl einige von ihnen auch richtig über eine eigene Frequenz senden.
</p>
<p>
Andere Initiativen beschäftigen sich mit der Herstellung von Inhalten für Homepages, die die Vorurteile gegen ihre Viertel abbauen wollen. Das besondere an solchen Initiativen ist die Tatsache, dass sie überhaupt existieren, in einem Kontext, wo der Zugang zur Technik, zur Technologie, derart begrenzt ist, dass es im Alltag schon eine Menge Kreativität und Mühe von diesen Leuten abverlangt.
</p>
<p>
<i>J: Welche Möglichkeiten sehen Sie im Umgang mit diesen Do-It-Yourself betriebenen Medien für die Menschen, die sie betreiben und die jeweilige lokale Community?<br />
</i><br />
AS: Das ist eben die Möglichkeit, Inhalte für Radios und Internet selbst herzustellen. Inhalte und Programme, die mehr mit dem Alltag dieser Viertel, diesen Bezirken zu tun haben. Das kann auch mehr Autonomie für diese Gruppen und Initiativen bedeuten, indem sie sich die Medien auf lokaler Ebene aktiv aneignen und die Inhalte von Radiosendungen und Homepages selbst bestimmen. Natürlich hängt der Erfolg solcher Initiativen sehr stark von den vorhandenen technischen Kentnissen und Möglichkeiten ab. Eigentlich lernen diese Leute den Umgang mit der Technologie in ihrem Alltag, indem sie nämlich selbst die alltäglichen Problemen damit und mit dem generellen Mangel an Infrastruktur in diesen Vierteln und Bezirken zu lösen versuchen. Gleichzeitig wird durch solche Initiativen auch versucht, die Isoliertheit dieser Viertel zu durchbrechen. Diese Do-it-yourself-Medieninitiativen und -gruppen sind in Brasilien für viele Menschen ein Fenster zur Welt.
</p>
<p>
<i>J: Hier in Deutschland interessieren Sie sich gerade auch für freifunk.net. Was ist aus Ihrer Sicht das besondere an diesem drahtlosen Community-Netzwerk &quot;Made in Germany&quot;?</i>
</p>
<p>
AS: Ich sehe freifunk.net als eine politische Medieninitiative, obwohl es sehr viel mit Technik zu tun hat. Ein dezentralisiertes Netz, das von den Nutzern selbst betrieben wird, das ist ohne Zweifel sehr geeignet, um die Medienkompetenz der Teilnehmer zu erhöhen. Andererseits verlangt Freifunk von den Teilnehmern in Kontakt mit ihrer Umgebung, mit den Nachbarn zu treten, was heutzutage fast „subversiv“ klingt. Das heisst, in diesem Kontext fördert die Technik, die Technologie, die Begegnung, das Treffen von Menschen, um etwas Kollektives auf die Beine zu stellen. In Berlin, scheint das Freifunk-Netz in einigen Bezirken wie Friedrichshain sehr gut zu funktionieren. Die Herausforderung ist, in anderen Bezirken, wo DSL bereits sehr verbreitet ist, das Freifunk-Netz zu etablieren. 
</p>
<p>
<i>J: Sie möchten gerne auch in Brasilien in den ärmeren Stadtvierteln freifunk-Initiativen starten. Welche Chancen sehen Sie darin? Warum ist gerade freifunk.net aus Ihrer Sicht dafür so geeignet? <br />
</i>
</p>
<p>
AS: Aus meiner Sicht muss man in solchen Vierteln zunächst von den Kenntnissen der Einwohner ausgehen. In diesem Fall müsste man also Partnerschaften in den Vierteln suchen und versuchen mit den Leuten vor Ort zusammen zu arbeiten, die irgendwie fähig dazu sind, andere Einwohner zu mobilisieren und sich an dem Projekt zu beteiligen. Gleichzeitig  muss man sich auch Gedanken machen, wie mehr Zugang zum Netz geschaffen werden kann, vor allem dort, wo es sehr wenige Computer gibt. Vielleicht sollte man zusammen mit den Internet Cafes, die in diesen Vierteln schon vorhanden sind, arbeiten, aber gleichzeitig auch neue Computer kaufen und in bestimmten Teilen des Viertels verteilen. Oder, nach einer Idee von Frieder Bronner, von Openmedia hier aus Berlin, eine eigene Computerfabrik aufbauen, damit die Einwohner des Viertels selbst die Computer zussamensetzen. Das wäre vielleicht sinnvoller als alte Computer wieder aufzubereiten - vielleicht auch billiger. In jedem Fall könnte sich dadurch die Situation für die Menschen im Viertel in einigen Bereichen sehr verbessern. 
</p>
<p>
<i>J: Sie kommen aus Brasilien und leben aber gerade für einige Zeit in Berlin. Was denken Sie darüber, dass die Stadt Berlin schon seit einiger Zeit versucht, das Thema &quot;Offenes WLAN für Berlin&quot; an einen kommerziellen Provider abzugeben und dabei die Idee von freifunk.net als lokale Initiative und vor allem als &quot;Kooperatives Modell&quot; bisher völlig ingnoriert wurde?</i>
</p>
<p>
AS: Ich finde das schade. Es ist schade, dass all die Erfahrungen, die die Leute hier mit Freifunk in den letzten Jahren gemacht haben, nicht von der Stadt Berlin berücksichtigt werden. Aber es ist auch verständlich, dass so etwas wie ein dezentralisiertes Netz, ein nichtkommerzielles Netz, ohne Hierarchie, mit einiger Skepsis von Seiten der Stadtregierung angesehen wird. Das ist überall so, auch in Salvador und anderen Städten Brasiliens. Solche Sachen machen den Stadtregierungen Angst, vielleicht weil solche Initiativen nur schwer unter „soziale Kontrolle“ zu bringen sind. Es ist schade, weil gerade eine Initiative wie Freifunk die Medienkompetenz der Teilnehmer erhöhen könnte und mehr Autonomie in der Stadt schaffen würde.<br />
<br />
<i>J: Halten Sie freifunk.net für einen geeigneten Weg, um in einer Art Public-Private-Partnership das Netzwerk auch in die strukturschwacheren Gegenden der Stadt zu bringen, wo es eigentlich am dringensten gebraucht würde? </i>
</p>
<p>
AS: Sicher, aber hier müsste man die Stadtregierung davon überzeugen, dass ein nicht hierarchisches Netz, in dem die Leute selbst die Funktionsweise des Netzes bestimmen und auch selbst dafür verantwortlich sind, welche Inhalte und Erfahrungen sie darüber austauschen wollen, ein geeigneter Weg zur Erhohung der Medienkompetenz ist. Andererseits ist es meiner Meinung nach sehr schwierig, dass eine solche Idee ein positives Echo unter den Politikern findet.  Ich frage mich auch, ob es wirklich der beste Weg wäre, mit Stadtregierungen zusammen zu  arbeiten. Vielleicht gibt es auch andere Wege, ein solches Netz aufzubauen, zum Beispiel NGOs als Partner zu haben.
</p>
<p>
<i>J: Herr Serpa, Ich danke Ihnen für dieses sehr interessante Gespräch.</i><br />
</p>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
Angelo Serpa kommt aus Brasilien und ist Professor an der Bundesuniversität Bahias (Universidade Federal da Bahia). Zur Zeit ist er Gastwissenschaftler (Post-Doktorand) im Geographischen Institut an der Berliner Humboldt-Universität.
</p>
<p>
<i>J: Herr Serpa, Sie beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren wissenschaftlich mit Kommunikationsmedien, die von einer lokalen Community selbst verwaltet und betrieben werden. Was ist das besondere an diesem Prinzip und welche Projekte haben Sie bereits untersucht?</i>
</p>
<p>
AS: Wir haben im Jahr 2005 in Salvador da Bahia, Brasilien, diese Forschung über lokalbezogene Medieninitiativen angefangen. Salvador ist eine 3 Millionen Einwohner Metropole, wo es grosse soziale Unterschiede gibt, die in der Stadtlandschaft sehr ausgeprägt sind. Einerseits gibt es einige reiche Viertel, die sehr gut mit Infrastruktur versorgt sind, andererseits Viertel, die „arm“ sind, wo keine gute Infrastruktur vorhanden ist. Es herrscht Stadtsegregation und gibt viele Vorurteile gegen die „armen“ Viertel: sie seien gefährlich, dort gäbe es nichts ausser Kriminalität und Drogenhandel. Aber gerade in diesen Vierteln leben viele Künstler, die zum Beispiel den Karneval von Salvador, das grösste Strassenfest Brasiliens, mit ihrer Kunst, mit ihrem Tanz, ihrer Musik sozusagen „ernähren“. Ich spreche hier von Leuten, die die Armut zum künstlerischen Reichtum im Alltag umwandeln. Es sind diese Leute, die in diesen Vierteln „Community Radios“ machen, Radios, die nicht kommerziell sind und keine öffentliche Unterstützung bekommen. Meistens hört man diese Radios einfach direkt per Lautsprecher auf der Strasse, obwohl einige von ihnen auch richtig über eine eigene Frequenz senden.
</p>
<p>
Andere Initiativen beschäftigen sich mit der Herstellung von Inhalten für Homepages, die die Vorurteile gegen ihre Viertel abbauen wollen. Das besondere an solchen Initiativen ist die Tatsache, dass sie überhaupt existieren, in einem Kontext, wo der Zugang zur Technik, zur Technologie, derart begrenzt ist, dass es im Alltag schon eine Menge Kreativität und Mühe von diesen Leuten abverlangt.
</p>
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<i>J: Welche Möglichkeiten sehen Sie im Umgang mit diesen Do-It-Yourself betriebenen Medien für die Menschen, die sie betreiben und die jeweilige lokale Community?<br />
</i><br />
AS: Das ist eben die Möglichkeit, Inhalte für Radios und Internet selbst herzustellen. Inhalte und Programme, die mehr mit dem Alltag dieser Viertel, diesen Bezirken zu tun haben. Das kann auch mehr Autonomie für diese Gruppen und Initiativen bedeuten, indem sie sich die Medien auf lokaler Ebene aktiv aneignen und die Inhalte von Radiosendungen und Homepages selbst bestimmen. Natürlich hängt der Erfolg solcher Initiativen sehr stark von den vorhandenen technischen Kentnissen und Möglichkeiten ab. Eigentlich lernen diese Leute den Umgang mit der Technologie in ihrem Alltag, indem sie nämlich selbst die alltäglichen Problemen damit und mit dem generellen Mangel an Infrastruktur in diesen Vierteln und Bezirken zu lösen versuchen. Gleichzeitig wird durch solche Initiativen auch versucht, die Isoliertheit dieser Viertel zu durchbrechen. Diese Do-it-yourself-Medieninitiativen und -gruppen sind in Brasilien für viele Menschen ein Fenster zur Welt.
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<i>J: Hier in Deutschland interessieren Sie sich gerade auch für freifunk.net. Was ist aus Ihrer Sicht das besondere an diesem drahtlosen Community-Netzwerk &quot;Made in Germany&quot;?</i>
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AS: Ich sehe freifunk.net als eine politische Medieninitiative, obwohl es sehr viel mit Technik zu tun hat. Ein dezentralisiertes Netz, das von den Nutzern selbst betrieben wird, das ist ohne Zweifel sehr geeignet, um die Medienkompetenz der Teilnehmer zu erhöhen. Andererseits verlangt Freifunk von den Teilnehmern in Kontakt mit ihrer Umgebung, mit den Nachbarn zu treten, was heutzutage fast „subversiv“ klingt. Das heisst, in diesem Kontext fördert die Technik, die Technologie, die Begegnung, das Treffen von Menschen, um etwas Kollektives auf die Beine zu stellen. In Berlin, scheint das Freifunk-Netz in einigen Bezirken wie Friedrichshain sehr gut zu funktionieren. Die Herausforderung ist, in anderen Bezirken, wo DSL bereits sehr verbreitet ist, das Freifunk-Netz zu etablieren. 
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<i>J: Sie möchten gerne auch in Brasilien in den ärmeren Stadtvierteln freifunk-Initiativen starten. Welche Chancen sehen Sie darin? Warum ist gerade freifunk.net aus Ihrer Sicht dafür so geeignet? <br />
</i>
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<p>
AS: Aus meiner Sicht muss man in solchen Vierteln zunächst von den Kenntnissen der Einwohner ausgehen. In diesem Fall müsste man also Partnerschaften in den Vierteln suchen und versuchen mit den Leuten vor Ort zusammen zu arbeiten, die irgendwie fähig dazu sind, andere Einwohner zu mobilisieren und sich an dem Projekt zu beteiligen. Gleichzeitig  muss man sich auch Gedanken machen, wie mehr Zugang zum Netz geschaffen werden kann, vor allem dort, wo es sehr wenige Computer gibt. Vielleicht sollte man zusammen mit den Internet Cafes, die in diesen Vierteln schon vorhanden sind, arbeiten, aber gleichzeitig auch neue Computer kaufen und in bestimmten Teilen des Viertels verteilen. Oder, nach einer Idee von Frieder Bronner, von Openmedia hier aus Berlin, eine eigene Computerfabrik aufbauen, damit die Einwohner des Viertels selbst die Computer zussamensetzen. Das wäre vielleicht sinnvoller als alte Computer wieder aufzubereiten - vielleicht auch billiger. In jedem Fall könnte sich dadurch die Situation für die Menschen im Viertel in einigen Bereichen sehr verbessern. 
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<i>J: Sie kommen aus Brasilien und leben aber gerade für einige Zeit in Berlin. Was denken Sie darüber, dass die Stadt Berlin schon seit einiger Zeit versucht, das Thema &quot;Offenes WLAN für Berlin&quot; an einen kommerziellen Provider abzugeben und dabei die Idee von freifunk.net als lokale Initiative und vor allem als &quot;Kooperatives Modell&quot; bisher völlig ingnoriert wurde?</i>
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AS: Ich finde das schade. Es ist schade, dass all die Erfahrungen, die die Leute hier mit Freifunk in den letzten Jahren gemacht haben, nicht von der Stadt Berlin berücksichtigt werden. Aber es ist auch verständlich, dass so etwas wie ein dezentralisiertes Netz, ein nichtkommerzielles Netz, ohne Hierarchie, mit einiger Skepsis von Seiten der Stadtregierung angesehen wird. Das ist überall so, auch in Salvador und anderen Städten Brasiliens. Solche Sachen machen den Stadtregierungen Angst, vielleicht weil solche Initiativen nur schwer unter „soziale Kontrolle“ zu bringen sind. Es ist schade, weil gerade eine Initiative wie Freifunk die Medienkompetenz der Teilnehmer erhöhen könnte und mehr Autonomie in der Stadt schaffen würde.<br />
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<i>J: Halten Sie freifunk.net für einen geeigneten Weg, um in einer Art Public-Private-Partnership das Netzwerk auch in die strukturschwacheren Gegenden der Stadt zu bringen, wo es eigentlich am dringensten gebraucht würde? </i>
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AS: Sicher, aber hier müsste man die Stadtregierung davon überzeugen, dass ein nicht hierarchisches Netz, in dem die Leute selbst die Funktionsweise des Netzes bestimmen und auch selbst dafür verantwortlich sind, welche Inhalte und Erfahrungen sie darüber austauschen wollen, ein geeigneter Weg zur Erhohung der Medienkompetenz ist. Andererseits ist es meiner Meinung nach sehr schwierig, dass eine solche Idee ein positives Echo unter den Politikern findet.  Ich frage mich auch, ob es wirklich der beste Weg wäre, mit Stadtregierungen zusammen zu  arbeiten. Vielleicht gibt es auch andere Wege, ein solches Netz aufzubauen, zum Beispiel NGOs als Partner zu haben.
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<i>J: Herr Serpa, Ich danke Ihnen für dieses sehr interessante Gespräch.</i><br />
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    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>freifunk in Afrika - ein Interview mit Sebastian Büttrich von wire.less.dk</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2009/freifunk-afrika-ein-interview-mit-sebastian-b%C3%BCttrich-von-wirelessdk" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2009/freifunk-afrika-ein-interview-mit-sebastian-b%C3%BCttrich-von-wirelessdk</id>
    <published>2009-09-03T17:53:15+02:00</published>
    <updated>2009-09-04T19:13:23+02:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="Africa" />
    <category term="Africa Wireless" />
    <category term="berlin" />
    <category term="Community" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="freifunk firmware" />
    <category term="Sebastian Büttrich" />
    <category term="Tansania" />
    <category term="Tanzania" />
    <category term="wire.less.d" />
    <category term="wlan" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
Sebastian Büttrich ist Mitbegründer von wire.less.dk, einer Technologie &amp; Entwiklungshilfe-Organisation, die nach dem Prinzip der &quot;Hilfe zur Selbshilfe&quot; vor allem in Afrika und Asien Workshops organisiert, und die Menschen vor Ort dabei unterstützt, sich Ihre eigenen Wireless Community Netze zu bauen und zu betreiben.
</p>
<i>J: Hallo Sebastian, Du arbeitest bereits seit über zehn Jahren im Bereich &quot;ICT for Development&quot; und hast als Trainer schon in vielen Orten der Welt Menschen dabei geholfen, sich ihre eigenen drahtlosen Netzwerke aufzubauen. Gerade erst kürzlich wurde das erste Wireless Community Netz in Tansania eingeweiht. Bereits seit mehreren Jahren setzt du dabei auf die von der Freifunk-Community entwicklete und auf OpenWRT basierende Freifunk-Firmware. Was ist für dich das besondere an unserer Firmware und was unterschiedet sie und unser Meshing-Modell aus Deiner Sicht von kommerziellen Systemen?</i>
<p>
&nbsp;
</p>
S: Für uns sind drei Punkte wichtig: <br />
<br />
Zum einen: Freifunk Firmware ist freie Software (Open Source) und macht es damit möglich, dass lokale Netzwerkbetreiber ihr Netz nicht nur nutzen, sondern auch verstehen und anpassen können. <br />
Hier geht es also um Aspekte wie Kapazitätsaufbau, Ausbildung und Partizipation<br />
<br />
Zum anderen ist Freifunk Firmware extrem nutzerfreundlich, selbst für absolute Beginner. In dieser Hinsicht ist sie klar besser als viele komemrzielle Alternativen.<br />
<br />
Und schliesslich steht hinter Freifunk eine Community, die im Falle von Problemen auch bereit ist zu helfen.<br />
Selbst wir als die relativen Experten haben ja oft Fragen und Ânderungswünsche - und bis jetzt immer Antworten und Hilfsbereitschaft vorgefunden.
<p>
&nbsp;
</p>
<i>J: In welchen Ländern hast du bereits gearbeitet und Community-Netze aufgebaut, die auf der Freifunk-Firmware basieren?</i>
<p>
S: Da ist zum einen das Shared Community Mesh in Tanzania, rund um das Sengerema Telecenter. Es ist ein Initiative des Tanzania Telecenter Network, gefördert vom niederländischen IICD, und installiert von der &quot;Lake Zone Wireless Expert Group&quot;. (<a href="http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-tanzania/" title="http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-tanzania/">http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-ta...</a>)<br />
<br />
Bemerkenswert ist hier übrigens, das man sich um ein tragfähiges Modell jenseits der Abhängigkeit von &quot;Entwicklungshilfe&quot; bemüht: die Netz-Teilnehmer zahlen alle einen monatlichen Beitrag und helfen so, die (teure) Internetverbindung via Satellit zu finanzieren. &quot;Frei&quot; im Sinne einer Geisteshaltung kann also durchaus auch &quot;nicht gratis&quot; bedeuten. Und das ist in vielen Fällen in afrikanischen Ländern auch notwendig - der Luxus von spottbilligen DSL Anschlüssen als Weg ins Internet, der fehlt einfach - noch. Unter den ersten Teilnehmern sind unter anderem ein örtliches Zentrum für Körperbehinderte, Regierungsbüros, Schulen, aber auch private Hotels und Geschäfte.<br />
<br />
In Ghana setzt die One Village Foundation im Winneba Open Digital Village gleichfalls die Freifunk Firmware ein.<br />
* <a href="http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage" title="http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage">http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage</a><br />
* <a href="http://www.onevillagefoundation.org/ovf/" title="http://www.onevillagefoundation.org/ovf/">http://www.onevillagefoundation.org/ovf/</a><br />
* <a href="http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page" title="http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page">http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page</a><br />
<br />
Ein anders Partnerprojekt der Wireless Africa Initiative (an der wir, wire.less.dk, als Konsortiumspartner beteilgt sind), LinkNet in Zambia, baut auch derzeit Freifunk Netze auf. (<a href="http://link.net.zm/" title="http://link.net.zm/">http://link.net.zm/</a>)<br />
<br />
Einer der besten Guides zum Thema Freifunk ist das Resultat der hervorragenden Arbeit am Meraka Institut (ein Teil des staatlichen Council for Scientific and Industrial Research CSIR) in Südafrika. (<a href="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide" title="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide">http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide</a>)<br />
<br />
Eines der ersten Mesh Netzwerke dort war jenes im Peebles Valley, wo die ersten Nodes unter anderem eine HIV/AIDS Klinik und deren Personal vernetzen.<br />
<br />
Auch das fantastische Projekt &quot;Mesh Potato&quot; - offene hardware für Community Internet Telefonie - würde wohl ohne Freifunk nicht existieren. (<a href="http://www.villagetelco.org" title="http://www.villagetelco.org">http://www.villagetelco.org</a>)<br />
<br />
Ich bin sicher, es gibt noch viele andere Projekte, von denen wir noch nicht gehört haben.
</p>
<p>
<i>J: Was würdest Du Dir in der Zukunft noch an technischer Weiterentwicklung in Sachen Freifunk-Firmware wünschen? </i>
</p>
<p>
Die grössten Herausforderungen derzeit für alle die Netzwerke, die wir kennen, sind: Netzwerk Monitoring und Management, Bandbreiten Management (Quality of Service) und Billing. Fortschritt in diesen Bereichen wäre enorm wichtig. Viele Initiativen - und übrigens auch kommerzielle Hardware-Firmen - versuchen, hier weiterzukommen, jedoch bis jetzt ohne grossen Erfolg. Wir schliessen uns da gerne selbst mit ein.<br />
Einige dieser Elemente, z.B. Billing/Zahlungsabwicklung sind in den europäischen Communities weniger wichtig und derzeit etwas vernachlässigt. Umso wichtiger ist es, dass wir langsam lernen, global zu denken und zu arbeiten. Das wichtigste ist, dass wir mit Projekten/Produkten wie Freifunk Firmware eine Ausgangsbasis für solch gemeinsames Arbeiten haben.<br />
</p>
<i>J: Du bist gebürtiger Berliner lebst aber bereits seit etwa 10 Jahren in Dänemark und kannst aus einiger Entfernung mitverfolgen, dass die Stadt Berlin schon seit einiger Zeit versucht, das Thema &quot;Offenes WLAN für Berlin&quot; an einen einzigen kommerziellen Provider abzugeben. Wir erwarten nicht, dass damit auch jenseits der komerziellen und touristischen Ballungszentren ein Netzwerk für die Bürgerinnen und Bürger dier Stadt entsteht. Hälst Du freifunk.net für einen geeigneten Weg, um in einer Art Public-Private-Partnership das Netzwerk auch in die strukturschwacheren Gegenden der Stadt zu bringen, wo es eigentlich am dringensten gebraucht würde? Welche Chancen wären aus Deiner Sicht damit verbunden?</i>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
S: Nun verfolge ich die Situation in Berlin nicht mehr so genau, aber bisher sind weltweit, soweit ich weiss, noch alle Versuche, echte flächendeckende Netze mit einem eizigen komemrziellen Anbieter zu schaffen, gescheitert<br />
Bedenkenswert finde ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die erfolgreichsten Nationen und Regionen in den &quot;neuen&quot; digitalen Märkten genau jene sind, die Internet-Infrastruktur als eine notwendige öffentliche Infrastruktur - genau wie Strassen und Ausbildung - begriffen haben und sie genau deshalb NICHT alleine dem freien Markt ûberlassen. Also eine Absage an den freien Markt, genau um Konkurrenzfähigkeit am Markt zu sichern.<br />
<br />
Aber unabhängig davon, ob unsere Motivationen eher marktorientiert oder sozialorientiert oder beides sind: wenn ich in meiner Wohnung je nach Tageszeit etwa 30-80 verschiedene private drahtlose Netze, alle fein &quot;gesichert&quot; (und um Bandbreite konkurrierend!), empfangen kann - dann ist es höchste Zeit, dass wir lernen, Energie und Technik etwas kollektiver zu nutzen. Hier könnte man ohne grosse Investitionen in einer Public-Private-Partnership vorankommen - und so dem Modewort &quot;Green/Clean IT&quot; mal etwas leben einhauchen.<br />
Auch das ist ein Aspekt von Community Networking. Also, kleine Solar Mesh Nodes auf alle Dächer und an alle Parkuhren - und dann gerne mit Freifunk Firmware! 
</p>
<i>J: Sebastian, vielen Dank für dieses interessante Gespräch.</i><br />
<br />
Weitere ausfühliche Informationen zu dem Projekt in Zambia findet Ihr auch in angehängtem Dokument unter <a href="/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf" title="http://blog.freifunk.net/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf"><small>http://blog.freifunk.net/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf</small></a><br />
<br />
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    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
Sebastian Büttrich ist Mitbegründer von wire.less.dk, einer Technologie &amp; Entwiklungshilfe-Organisation, die nach dem Prinzip der &quot;Hilfe zur Selbshilfe&quot; vor allem in Afrika und Asien Workshops organisiert, und die Menschen vor Ort dabei unterstützt, sich Ihre eigenen Wireless Community Netze zu bauen und zu betreiben.
</p>
<i>J: Hallo Sebastian, Du arbeitest bereits seit über zehn Jahren im Bereich &quot;ICT for Development&quot; und hast als Trainer schon in vielen Orten der Welt Menschen dabei geholfen, sich ihre eigenen drahtlosen Netzwerke aufzubauen. Gerade erst kürzlich wurde das erste Wireless Community Netz in Tansania eingeweiht. Bereits seit mehreren Jahren setzt du dabei auf die von der Freifunk-Community entwicklete und auf OpenWRT basierende Freifunk-Firmware. Was ist für dich das besondere an unserer Firmware und was unterschiedet sie und unser Meshing-Modell aus Deiner Sicht von kommerziellen Systemen?</i>
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</p>
S: Für uns sind drei Punkte wichtig: <br />
<br />
Zum einen: Freifunk Firmware ist freie Software (Open Source) und macht es damit möglich, dass lokale Netzwerkbetreiber ihr Netz nicht nur nutzen, sondern auch verstehen und anpassen können. <br />
Hier geht es also um Aspekte wie Kapazitätsaufbau, Ausbildung und Partizipation<br />
<br />
Zum anderen ist Freifunk Firmware extrem nutzerfreundlich, selbst für absolute Beginner. In dieser Hinsicht ist sie klar besser als viele komemrzielle Alternativen.<br />
<br />
Und schliesslich steht hinter Freifunk eine Community, die im Falle von Problemen auch bereit ist zu helfen.<br />
Selbst wir als die relativen Experten haben ja oft Fragen und Ânderungswünsche - und bis jetzt immer Antworten und Hilfsbereitschaft vorgefunden.
<p>
&nbsp;
</p>
<i>J: In welchen Ländern hast du bereits gearbeitet und Community-Netze aufgebaut, die auf der Freifunk-Firmware basieren?</i>
<p>
S: Da ist zum einen das Shared Community Mesh in Tanzania, rund um das Sengerema Telecenter. Es ist ein Initiative des Tanzania Telecenter Network, gefördert vom niederländischen IICD, und installiert von der &quot;Lake Zone Wireless Expert Group&quot;. (<a href="http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-tanzania/" title="http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-tanzania/">http://www.iicd.org/articles/launch-of-wireless-internet-in-sengerema-ta...</a>)<br />
<br />
Bemerkenswert ist hier übrigens, das man sich um ein tragfähiges Modell jenseits der Abhängigkeit von &quot;Entwicklungshilfe&quot; bemüht: die Netz-Teilnehmer zahlen alle einen monatlichen Beitrag und helfen so, die (teure) Internetverbindung via Satellit zu finanzieren. &quot;Frei&quot; im Sinne einer Geisteshaltung kann also durchaus auch &quot;nicht gratis&quot; bedeuten. Und das ist in vielen Fällen in afrikanischen Ländern auch notwendig - der Luxus von spottbilligen DSL Anschlüssen als Weg ins Internet, der fehlt einfach - noch. Unter den ersten Teilnehmern sind unter anderem ein örtliches Zentrum für Körperbehinderte, Regierungsbüros, Schulen, aber auch private Hotels und Geschäfte.<br />
<br />
In Ghana setzt die One Village Foundation im Winneba Open Digital Village gleichfalls die Freifunk Firmware ein.<br />
* <a href="http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage" title="http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage">http://www.wireless-africa.org/projects/GH_onevillage</a><br />
* <a href="http://www.onevillagefoundation.org/ovf/" title="http://www.onevillagefoundation.org/ovf/">http://www.onevillagefoundation.org/ovf/</a><br />
* <a href="http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page" title="http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page">http://www.wodiv.opendigitalvillage.net/index.php?title=Main_Page</a><br />
<br />
Ein anders Partnerprojekt der Wireless Africa Initiative (an der wir, wire.less.dk, als Konsortiumspartner beteilgt sind), LinkNet in Zambia, baut auch derzeit Freifunk Netze auf. (<a href="http://link.net.zm/" title="http://link.net.zm/">http://link.net.zm/</a>)<br />
<br />
Einer der besten Guides zum Thema Freifunk ist das Resultat der hervorragenden Arbeit am Meraka Institut (ein Teil des staatlichen Council for Scientific and Industrial Research CSIR) in Südafrika. (<a href="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide" title="http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide">http://wirelessafrica.meraka.org.za/wiki/index.php/DIY_Mesh_Guide</a>)<br />
<br />
Eines der ersten Mesh Netzwerke dort war jenes im Peebles Valley, wo die ersten Nodes unter anderem eine HIV/AIDS Klinik und deren Personal vernetzen.<br />
<br />
Auch das fantastische Projekt &quot;Mesh Potato&quot; - offene hardware für Community Internet Telefonie - würde wohl ohne Freifunk nicht existieren. (<a href="http://www.villagetelco.org" title="http://www.villagetelco.org">http://www.villagetelco.org</a>)<br />
<br />
Ich bin sicher, es gibt noch viele andere Projekte, von denen wir noch nicht gehört haben.
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<i>J: Was würdest Du Dir in der Zukunft noch an technischer Weiterentwicklung in Sachen Freifunk-Firmware wünschen? </i>
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<p>
Die grössten Herausforderungen derzeit für alle die Netzwerke, die wir kennen, sind: Netzwerk Monitoring und Management, Bandbreiten Management (Quality of Service) und Billing. Fortschritt in diesen Bereichen wäre enorm wichtig. Viele Initiativen - und übrigens auch kommerzielle Hardware-Firmen - versuchen, hier weiterzukommen, jedoch bis jetzt ohne grossen Erfolg. Wir schliessen uns da gerne selbst mit ein.<br />
Einige dieser Elemente, z.B. Billing/Zahlungsabwicklung sind in den europäischen Communities weniger wichtig und derzeit etwas vernachlässigt. Umso wichtiger ist es, dass wir langsam lernen, global zu denken und zu arbeiten. Das wichtigste ist, dass wir mit Projekten/Produkten wie Freifunk Firmware eine Ausgangsbasis für solch gemeinsames Arbeiten haben.<br />
</p>
<i>J: Du bist gebürtiger Berliner lebst aber bereits seit etwa 10 Jahren in Dänemark und kannst aus einiger Entfernung mitverfolgen, dass die Stadt Berlin schon seit einiger Zeit versucht, das Thema &quot;Offenes WLAN für Berlin&quot; an einen einzigen kommerziellen Provider abzugeben. Wir erwarten nicht, dass damit auch jenseits der komerziellen und touristischen Ballungszentren ein Netzwerk für die Bürgerinnen und Bürger dier Stadt entsteht. Hälst Du freifunk.net für einen geeigneten Weg, um in einer Art Public-Private-Partnership das Netzwerk auch in die strukturschwacheren Gegenden der Stadt zu bringen, wo es eigentlich am dringensten gebraucht würde? Welche Chancen wären aus Deiner Sicht damit verbunden?</i>
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S: Nun verfolge ich die Situation in Berlin nicht mehr so genau, aber bisher sind weltweit, soweit ich weiss, noch alle Versuche, echte flächendeckende Netze mit einem eizigen komemrziellen Anbieter zu schaffen, gescheitert<br />
Bedenkenswert finde ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die erfolgreichsten Nationen und Regionen in den &quot;neuen&quot; digitalen Märkten genau jene sind, die Internet-Infrastruktur als eine notwendige öffentliche Infrastruktur - genau wie Strassen und Ausbildung - begriffen haben und sie genau deshalb NICHT alleine dem freien Markt ûberlassen. Also eine Absage an den freien Markt, genau um Konkurrenzfähigkeit am Markt zu sichern.<br />
<br />
Aber unabhängig davon, ob unsere Motivationen eher marktorientiert oder sozialorientiert oder beides sind: wenn ich in meiner Wohnung je nach Tageszeit etwa 30-80 verschiedene private drahtlose Netze, alle fein &quot;gesichert&quot; (und um Bandbreite konkurrierend!), empfangen kann - dann ist es höchste Zeit, dass wir lernen, Energie und Technik etwas kollektiver zu nutzen. Hier könnte man ohne grosse Investitionen in einer Public-Private-Partnership vorankommen - und so dem Modewort &quot;Green/Clean IT&quot; mal etwas leben einhauchen.<br />
Auch das ist ein Aspekt von Community Networking. Also, kleine Solar Mesh Nodes auf alle Dächer und an alle Parkuhren - und dann gerne mit Freifunk Firmware! 
</p>
<i>J: Sebastian, vielen Dank für dieses interessante Gespräch.</i><br />
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Weitere ausfühliche Informationen zu dem Projekt in Zambia findet Ihr auch in angehängtem Dokument unter <a href="/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf" title="http://blog.freifunk.net/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf"><small>http://blog.freifunk.net/files/Macha_Paper_for_ICTD2007.pdf</small></a><br />
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    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Bundesnetzagentur plant große Frequenzauktion</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2009/bundesnetzagentur-plant-gro%C3%9Fe-frequenzauktion" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2009/bundesnetzagentur-plant-gro%C3%9Fe-frequenzauktion</id>
    <published>2009-03-19T16:03:45+01:00</published>
    <updated>2009-03-19T16:03:45+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="Community" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
Ich wende mich an alle freifunkerInnen, weil gerade ein Thema aufpoppt, welches netzpolitisch sehr, sehr wichtig ist. Ihr wisst ja alle was freifunk.net ist und wie es funktioniert. Viele Dörfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank freifunk.net oder ähnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Informationsgesellschaft angeschlossen. <br />
<br />
Größtes Handycap ist, dass die verwendete Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich nicht oder nur schlecht für diesen Zweck geeignet ist. Seit Jahren fordern deshalb Netzaktivisten aus der ganzen Welt, dass noch weitere Funkfrequenzen delizensiert und für die öffentliche Nutzung freigegeben werden sollen. Eine der wichtigsten Frequenzen ist dabei das 800 MHz Band, also das ehemalige analoge TV.<br />
<br />
Nun soll ausgerechnet diese Frequenz auf dem üblichen Weg versteigert werden, statt für die öffentliche und lizenzfreie Nutzung freigegeben zu werden [1]. Damit wird sie aber den selben Firmen und der selben Logik Preis gegeben, die nachweislich nicht taugt, um das eigentliche Problem zu lösen. Denn gering besiedelte Gebiete sind &quot;areas of market failure!&quot;. Das bedeutet, es lohnt sich nicht, sie kommerziell zu erschliessen. 
</p>
<p>
Bereits mit WiMAX (ebenfalls Funk) und UMTS wurde uns versprochen, dass dieses Problem nun gelöst werden soll. Jedoch ist das längst keine Frage mehr der Technologie, sondern eines der Marktgesetze. Man kann diese Problem nicht kommerziell lösen. Das sieht jetzt sogar die CSU ein - siehe [2].
</p>
<p>
Wir müssen deshalb etwas unternehmen, damit das 800 MHz Band nicht versteigert, sondern delizensiert und wie WLAN für die öffentliche, lizenzfreie Nuzung freigegeben wird. Let's go public!
</p>
<p>
[1] <a href="http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658" title="http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658">http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658</a>
</p>
<p>
[2] <a href="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770" title="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770">http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schn...</a>
</p>
<p>
JuergeN
</p>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
Ich wende mich an alle freifunkerInnen, weil gerade ein Thema aufpoppt, welches netzpolitisch sehr, sehr wichtig ist. Ihr wisst ja alle was freifunk.net ist und wie es funktioniert. Viele Dörfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank freifunk.net oder ähnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Informationsgesellschaft angeschlossen. <br />
<br />
Größtes Handycap ist, dass die verwendete Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich nicht oder nur schlecht für diesen Zweck geeignet ist. Seit Jahren fordern deshalb Netzaktivisten aus der ganzen Welt, dass noch weitere Funkfrequenzen delizensiert und für die öffentliche Nutzung freigegeben werden sollen. Eine der wichtigsten Frequenzen ist dabei das 800 MHz Band, also das ehemalige analoge TV.<br />
<br />
Nun soll ausgerechnet diese Frequenz auf dem üblichen Weg versteigert werden, statt für die öffentliche und lizenzfreie Nutzung freigegeben zu werden [1]. Damit wird sie aber den selben Firmen und der selben Logik Preis gegeben, die nachweislich nicht taugt, um das eigentliche Problem zu lösen. Denn gering besiedelte Gebiete sind &quot;areas of market failure!&quot;. Das bedeutet, es lohnt sich nicht, sie kommerziell zu erschliessen. 
</p>
<p>
Bereits mit WiMAX (ebenfalls Funk) und UMTS wurde uns versprochen, dass dieses Problem nun gelöst werden soll. Jedoch ist das längst keine Frage mehr der Technologie, sondern eines der Marktgesetze. Man kann diese Problem nicht kommerziell lösen. Das sieht jetzt sogar die CSU ein - siehe [2].
</p>
<p>
Wir müssen deshalb etwas unternehmen, damit das 800 MHz Band nicht versteigert, sondern delizensiert und wie WLAN für die öffentliche, lizenzfreie Nuzung freigegeben wird. Let's go public!
</p>
<p>
[1] <a href="http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658" title="http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658">http://www.heise.de/netze/news/meldung/134658</a>
</p>
<p>
[2] <a href="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770" title="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770">http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schn...</a>
</p>
<p>
JuergeN
</p>
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Wireless OpenHardware</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2007/wireless-openhardware" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2007/wireless-openhardware</id>
    <published>2007-07-30T17:17:20+02:00</published>
    <updated>2007-08-02T11:17:22+02:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="English" />
    <category term="Events" />
    <category term="Free Hardware" />
    <category term="Hardware" />
    <category term="Open Hardware" />
    <category term="OpenHardware" />
    <category term="Wireless Hardware" />
    <category term="Wireless Networks" />
    <summary type="html"><![CDATA[Hi all,<br />
<br />
at the fantastic WSFII meeting during SAX at guifi.net in Spain we started to specify two wireless hardware devices. There were people from various free wireless network communites from Europe and the US. We had a three hour workshop and tried to define our wish list for cheap free open source software compatible open wireless hardware. Now we are trying to find the manufacturers who is willing to build those devices. <br />
<br />
If you have any contacts that could help, please talk to them and show them our results. The company should best sell those products direct to the communites over webshop and only ship the bulk boards in charges of 20,50,100 or more. We think, that's the best way to make them as cheep as possible. <br />
<br />
There are quite a lot of people willing to help in e.g. software/driver-development or hardware-design. I am very positive that sooner or later some manufacturer is going to see their chance in our global movement!    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[Hi all,<br />
<br />
at the fantastic WSFII meeting during SAX at guifi.net in Spain we started to specify two wireless hardware devices. There were people from various free wireless network communites from Europe and the US. We had a three hour workshop and tried to define our wish list for cheap free open source software compatible open wireless hardware. Now we are trying to find the manufacturers who is willing to build those devices. <br />
<br />
If you have any contacts that could help, please talk to them and show them our results. The company should best sell those products direct to the communites over webshop and only ship the bulk boards in charges of 20,50,100 or more. We think, that's the best way to make them as cheep as possible. <br />
<br />
There are quite a lot of people willing to help in e.g. software/driver-development or hardware-design. I am very positive that sooner or later some manufacturer is going to see their chance in our global movement!&lt;!--break--><br />
<br />
JuergeN<br />
<br />
--- SCHNIPP ---<br />
<br />
1. Simple Node<br />
- single wireless a/b/g radio device with support for virtual access points<br />
- single Ethernet port with high tolerance PoE support (4-30V)<br />
- power system must resist reverse polarity<br />
- 4 Mbyte Flash<br />
- 16 Mbyte RAM<br />
- 200 MHz CPU<br />
- serial port<br />
- JTAG interface<br />
- one Antenna plug (reverse SMC) and no explicit need for diversity<br />
- for outdoor usage (which is regarded to be a standard scenario) the<br />
board does not need a box and does not need to be shipped with antenna<br />
and power supply<br />
- power consumption should be as little as possible (solar systems!)<br />
<br />
Comment: Finding the consensus on the design for the simple node was<br />
quite easy and did not take very long. It seams that the needs and<br />
wishes of the different groups represented by the attendees are very<br />
similar.<br />
<br />
2. Super Node<br />
- two embedded wireless a/b/g radio devices with support for virtual<br />
access points<br />
- two Ethernet ports with standard 802.3af PoE support<br />
- power system must resist reverse polarity<br />
- 8 Mbyte Flash<br />
- 32 Mbyte RAM<br />
- 500 MHz CPU<br />
- two USB 2.0 ports<br />
- two miniPCI slots (both stackable up to 8 cards)<br />
- serial port<br />
- JTAG interface<br />
- two Antenna plugs (reverse SMC) and no explicit need for diversity<br />
- for outdoor usage (which is regarded to be a standard scenario) the<br />
board does not need a box and does not need to be shipped with antennas<br />
and power supply<br />
- power consumption should be as little as possible (solar systems!)<br />
<br />
Comment: Finding a compromise on the super node really was a hard time,<br />
because there can be different ways to achieve the same goals. For<br />
example, if wireless USB devices had a better FOSS support, many of the<br />
super nodes could just easily be built without the need for miniPCI.<br />
Also super nodes can be built with simple wireless bridges connected<br />
over ethernet (high power consumption?). But anyway, after many looong<br />
discussions the group had a consensus on the points listed above.<br />
<br />
3. wireless USB devices<br />
As already mentioned, super nodes could well be build using wireless USB<br />
devices instead of mini PCI cards (less expensive cabling, less<br />
interference between the devices). But to be able to use them, people<br />
need FOSS drivers for them, which support all wireless modes (managed,<br />
ad-hoc, AccessPoint), and the USB devices should have a reverse SMC<br />
antenna connector.<br />
<br />
--- SCHNAPP ---<br />
<br />
<a href="http://wiki.freifunk.net/OpenHardware" title="http://wiki.freifunk.net/OpenHardware">http://wiki.freifunk.net/OpenHardware</a><br />
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Offene Netzwerke auch für Deutschland!</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2006/offene-netzwerke-auch-f-r-deutschland" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2006/offene-netzwerke-auch-f-r-deutschland</id>
    <published>2006-09-15T23:43:45+02:00</published>
    <updated>2007-02-10T04:47:39+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="berlin" />
    <category term="Community" />
    <category term="deutschland" />
    <category term="Events" />
    <category term="freie netze" />
    <category term="freie netzwerke" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="Medien" />
    <category term="offene netzwerke" />
    <category term="Philosophie" />
    <category term="Praxis" />
    <category term="Rechtliches" />
    <category term="wizards of os" />
    <category term="wos" />
    <category term="wos4" />
    <summary type="html"><![CDATA[<span>
<p>
WOS4 am 15.09.2006 - Ins
Internet von &uuml;berall -- und das umsonst? Seit der Freigabe des so
genannten ISM-Bands zur &ouml;ffentlichen, lizenz- und registrierungsfreien
Nutzung gibt es &uuml;berall in der Republik eine wachsende Anzahl offener
WLAN-Accesspoints. Schon heute gelangt man in vielen Cafes und auf
&ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen kostenlos und ohne weitere Zugangsh&uuml;rden per
wireless LAN (WLAN) ins Internet. Die WLAN-Technik bietet alle Chancen
dazu, in naher Zukunft in den St&auml;dten und D&ouml;rfern fl&auml;chendeckend ins
Internet zu gelangen. Dazu m&uuml;ssten m&ouml;glichst viele Privatpersonen ihre
Internet-Zug&auml;nge f&uuml;r alle &ouml;ffnen. Diese Idee wird unter anderen von der
Initiative freifunk.net vorangetrieben.<br />
<br />
Auch heute schon ist die
&quot;digitale Nachbarschaftshilfe&quot; eine sinnvolle Ma&szlig;nahme zum Abbau der
&quot;digitalen Spaltung&quot;. So gibt es in einigen Stadtteilen Berlins und in
vielen Regionen der neuen Bundesl&auml;nder noch kein fl&auml;chendeckendes DSL.
Privatpersonen, die ihren WLAN-Zugang &ouml;ffentlich machen, k&ouml;nnen so
helfen, dass m&ouml;glichst viele Menschen kosteng&uuml;nstig bzw. kostenlos ins
Internet kommen. Die Anzahl derer, die dabei ihren eigenen
Internetzugang anderen zur Verf&uuml;gung stellen, steigt stetig.<br />
<br />
Sowohl
die kurzfristige Sicherung der Internetversorgung durch digitale
Nachbarschaftshilfe als auch die Vision eines allgegenw&auml;rtigen, frei
verf&uuml;gbaren Netzes sind jetzt allerdings hochgradig gef&auml;hrdet. W&auml;hrend
in anderen L&auml;ndern ganze St&auml;dte und Kommunen derzeit offene Netze
aufbauen, besteht in Deutschland die Gefahr, auf lange Zeit an
kommerzielle Anbieter gefesselt zu sein und damit den Anschluss an das
Informationszeitalter zu verpassen. Besonders problematisch ist hier
ein Urteil, dass das Landgericht Hamburg k&uuml;rzlich gef&auml;llt hat (AZ 308 O
407 / 06): Einer Frau, die ihren Accesspoint f&uuml;r die &ouml;ffentliche
Nutzung freigegeben hat, wurde eine Mitschuld zugesprochen, da Dritte
&uuml;ber ihren Zugang Musikdateien getauscht hatten. In der Konsequenz
bringt dieses Urteil alle, die ihren WLAN-Zugang anderen &ouml;ffentlich zur
Verf&uuml;gung, in eine rechtliche Grauzone. Wer seinen Zugang nicht
zumacht, kann jederzeit zum &quot;Mitt&auml;ter&quot; werden -- ohne R&uuml;cksicht darauf,
dass eigentlich zwischen Infrastruktur und Inhaltsangebot unterschieden
werden m&uuml;sste. Wer seinen Zugang wie vom Gericht gefordert
verschl&uuml;sselt -- was auch keinen hundertprozentigen Schutz gegen einen
eventuellen Missbrauch der im Handel befindlichen Ger&auml;te gibt -- macht
eine &ouml;ffentliche Nutzung unm&ouml;glich. Und auch eine etwaige Registrierung
der User ist weder w&uuml;nschenswert, noch technisch zumutbar, noch
wirklich sicher.<br />
<br />
Damit bewirkt dieses Urteil eine erhebliche
Verunsicherung der hiesigen Bev&ouml;lkerung. Wenn der Betrieb eines offenen
Accesspoints dazu f&uuml;hren kann, dass der Besitzer mit einer Abmahnung
oder Anzeige der Musikindustrie rechnen muss, dann ist das Projekt
eines sozialen, frei verf&uuml;gbaren Netzzugangs in Deutschland
gescheitert. Digitale Nachbarschaftshilfe darf es dann nicht mehr geben.<br />
<br />
Freie
Netzwerke m&uuml;ssen bleiben, wenn Deutschland nicht den Anschluss an das
Informationszeitalter verpassen m&ouml;chte. Insbesondere wenn es um die
&quot;digitale Spaltung&quot;, um sozial schw&auml;cher gestellte Menschen und d&uuml;nn
besiedelte Regionen geht, reicht es nicht aus, diese Aufgabe
kommerziellen Anbietern von Internetzug&auml;ngen zu &uuml;berlassen.<br />
<br />
Wir fordern deswegen:<br />
<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;
* Eine rechtssichere Kl&auml;rung der Angelegenheit -- notfalls auch durch
eine &Auml;nderung des Gesetzesgrundlage --, die den besonderen Status
nicht-kommerzieller Diensteanbieter ber&uuml;cksichtigt und es auch in
Zukunft erm&ouml;glicht, den eigenen WLAN-Zugang &ouml;ffentlich zug&auml;nglich zu
machen, <br />
<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * die unbedingte Umsetzung der bereits in &sect; 6 TDG
und &sect; 7 MDStV enthaltenen Gesetzestexte: &quot;Diensteanbieter sind f&uuml;r
fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz &uuml;bermitteln
oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln, nicht
verantwortlich [sofern sie die &Uuml;bermittlung nicht selbst veranlasst
haben usw.].&quot; 
</p>
<p>
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * die &Ouml;ffnung zus&auml;tzlicher
Frequenzb&auml;nder&nbsp; f&uuml;r die &ouml;ffentliche und lizenzfreie Nutzung zur
Erh&ouml;hung der Bandbreite, Vergr&ouml;&szlig;erung der Reichweite und Entfaltung von
mehr Innovation,
</p>
<p>
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * sowie die politische Unterst&uuml;tzung entsprechender Vernetzungsinitiativen wie freifunk.net. <br />
<br />
Oder kurz gesagt: offene Netzwerke auch f&uuml;r Deutschland!
</p>
<p>
Erstunterst&uuml;tzer:
</p>
<p>
* J&uuml;rgen Neumann, freifunk.net<br />
* Markus Beckedahl, Netzwerk Neue Medien / netzpolitik.org<br />
* Volker Grassmuck, Wizards of OS<br />
* Bob Horvitz, Stichting Open Spectrum<br />
* Armin Medosch, Autor<br />
* Malcolm J. Matson, The OPLAN Foundation
</p>
</span>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<span>
<p>
WOS4 am 15.09.2006 - Ins
Internet von &uuml;berall -- und das umsonst? Seit der Freigabe des so
genannten ISM-Bands zur &ouml;ffentlichen, lizenz- und registrierungsfreien
Nutzung gibt es &uuml;berall in der Republik eine wachsende Anzahl offener
WLAN-Accesspoints. Schon heute gelangt man in vielen Cafes und auf
&ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen kostenlos und ohne weitere Zugangsh&uuml;rden per
wireless LAN (WLAN) ins Internet. Die WLAN-Technik bietet alle Chancen
dazu, in naher Zukunft in den St&auml;dten und D&ouml;rfern fl&auml;chendeckend ins
Internet zu gelangen. Dazu m&uuml;ssten m&ouml;glichst viele Privatpersonen ihre
Internet-Zug&auml;nge f&uuml;r alle &ouml;ffnen. Diese Idee wird unter anderen von der
Initiative freifunk.net vorangetrieben.<br />
<br />
Auch heute schon ist die
&quot;digitale Nachbarschaftshilfe&quot; eine sinnvolle Ma&szlig;nahme zum Abbau der
&quot;digitalen Spaltung&quot;. So gibt es in einigen Stadtteilen Berlins und in
vielen Regionen der neuen Bundesl&auml;nder noch kein fl&auml;chendeckendes DSL.
Privatpersonen, die ihren WLAN-Zugang &ouml;ffentlich machen, k&ouml;nnen so
helfen, dass m&ouml;glichst viele Menschen kosteng&uuml;nstig bzw. kostenlos ins
Internet kommen. Die Anzahl derer, die dabei ihren eigenen
Internetzugang anderen zur Verf&uuml;gung stellen, steigt stetig.<br />
<br />
Sowohl
die kurzfristige Sicherung der Internetversorgung durch digitale
Nachbarschaftshilfe als auch die Vision eines allgegenw&auml;rtigen, frei
verf&uuml;gbaren Netzes sind jetzt allerdings hochgradig gef&auml;hrdet. W&auml;hrend
in anderen L&auml;ndern ganze St&auml;dte und Kommunen derzeit offene Netze
aufbauen, besteht in Deutschland die Gefahr, auf lange Zeit an
kommerzielle Anbieter gefesselt zu sein und damit den Anschluss an das
Informationszeitalter zu verpassen. Besonders problematisch ist hier
ein Urteil, dass das Landgericht Hamburg k&uuml;rzlich gef&auml;llt hat (AZ 308 O
407 / 06): Einer Frau, die ihren Accesspoint f&uuml;r die &ouml;ffentliche
Nutzung freigegeben hat, wurde eine Mitschuld zugesprochen, da Dritte
&uuml;ber ihren Zugang Musikdateien getauscht hatten. In der Konsequenz
bringt dieses Urteil alle, die ihren WLAN-Zugang anderen &ouml;ffentlich zur
Verf&uuml;gung, in eine rechtliche Grauzone. Wer seinen Zugang nicht
zumacht, kann jederzeit zum &quot;Mitt&auml;ter&quot; werden -- ohne R&uuml;cksicht darauf,
dass eigentlich zwischen Infrastruktur und Inhaltsangebot unterschieden
werden m&uuml;sste. Wer seinen Zugang wie vom Gericht gefordert
verschl&uuml;sselt -- was auch keinen hundertprozentigen Schutz gegen einen
eventuellen Missbrauch der im Handel befindlichen Ger&auml;te gibt -- macht
eine &ouml;ffentliche Nutzung unm&ouml;glich. Und auch eine etwaige Registrierung
der User ist weder w&uuml;nschenswert, noch technisch zumutbar, noch
wirklich sicher.<br />
<br />
Damit bewirkt dieses Urteil eine erhebliche
Verunsicherung der hiesigen Bev&ouml;lkerung. Wenn der Betrieb eines offenen
Accesspoints dazu f&uuml;hren kann, dass der Besitzer mit einer Abmahnung
oder Anzeige der Musikindustrie rechnen muss, dann ist das Projekt
eines sozialen, frei verf&uuml;gbaren Netzzugangs in Deutschland
gescheitert. Digitale Nachbarschaftshilfe darf es dann nicht mehr geben.<br />
<br />
Freie
Netzwerke m&uuml;ssen bleiben, wenn Deutschland nicht den Anschluss an das
Informationszeitalter verpassen m&ouml;chte. Insbesondere wenn es um die
&quot;digitale Spaltung&quot;, um sozial schw&auml;cher gestellte Menschen und d&uuml;nn
besiedelte Regionen geht, reicht es nicht aus, diese Aufgabe
kommerziellen Anbietern von Internetzug&auml;ngen zu &uuml;berlassen.<br />
<br />
Wir fordern deswegen:<br />
<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;
* Eine rechtssichere Kl&auml;rung der Angelegenheit -- notfalls auch durch
eine &Auml;nderung des Gesetzesgrundlage --, die den besonderen Status
nicht-kommerzieller Diensteanbieter ber&uuml;cksichtigt und es auch in
Zukunft erm&ouml;glicht, den eigenen WLAN-Zugang &ouml;ffentlich zug&auml;nglich zu
machen, <br />
<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * die unbedingte Umsetzung der bereits in &sect; 6 TDG
und &sect; 7 MDStV enthaltenen Gesetzestexte: &quot;Diensteanbieter sind f&uuml;r
fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz &uuml;bermitteln
oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln, nicht
verantwortlich [sofern sie die &Uuml;bermittlung nicht selbst veranlasst
haben usw.].&quot; 
</p>
<p>
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * die &Ouml;ffnung zus&auml;tzlicher
Frequenzb&auml;nder&nbsp; f&uuml;r die &ouml;ffentliche und lizenzfreie Nutzung zur
Erh&ouml;hung der Bandbreite, Vergr&ouml;&szlig;erung der Reichweite und Entfaltung von
mehr Innovation,
</p>
<p>
&nbsp;&nbsp;&nbsp; * sowie die politische Unterst&uuml;tzung entsprechender Vernetzungsinitiativen wie freifunk.net. <br />
<br />
Oder kurz gesagt: offene Netzwerke auch f&uuml;r Deutschland!
</p>
<p>
Erstunterst&uuml;tzer:
</p>
<p>
* J&uuml;rgen Neumann, freifunk.net<br />
* Markus Beckedahl, Netzwerk Neue Medien / netzpolitik.org<br />
* Volker Grassmuck, Wizards of OS<br />
* Bob Horvitz, Stichting Open Spectrum<br />
* Armin Medosch, Autor<br />
* Malcolm J. Matson, The OPLAN Foundation
</p>
</span>
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Im Namen des Volkes?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2006/im-namen-des-volkes" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2006/im-namen-des-volkes</id>
    <published>2006-09-11T21:51:20+02:00</published>
    <updated>2007-02-10T04:53:55+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="deutschland" />
    <category term="freie netze" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="gerichtsurteil" />
    <category term="hotspot" />
    <category term="internetzugang" />
    <category term="offene netzwerke" />
    <category term="Philosophie" />
    <category term="Praxis" />
    <category term="Rechtliches" />
    <category term="rechtssprechung" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
Betrifft: heise-online, <span class="link-external"><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/77921" target="_self">Unverschl&uuml;sseltes WLAN hat Folgen</a></span>
</p>
<p>
Woche
f&uuml;r Woche treffe ich auf Menschen, die keinen Zugang zum Internet
haben. Das hat im Wesentlichen zwei Gr&uuml;nde: entweder gibt es dort kein
DSL oder sie k&ouml;nnen sich keinen eigenen Internetzugang leisten. Dank
WLAN, Linux und z.B. OLSR ist es m&ouml;glich geworden, den Betroffenen zu
helfen. Wie, das ist Inhalt dieser Webseite und aller Aktivit&auml;ten von
freifunk.net.<br />
<br />
Wer unserem Vorschlag folgend anderen seinen
Internetzugang zur Verf&uuml;gung stellt, tut dies nicht, um die
Kriminalit&auml;t zu f&ouml;rdern, sondern um konkret im lokalen Umfeld etwas
gegen die sogenannte digitale Spaltung zu unternehmen, um Menschen in
der Nachbarschaft einen Zugang zum Internet anzubieten,<br />
<br />
Solche
offenen Netze k&ouml;nnen aber misbraucht werden, das liegt in der Natur der
Sache, Entweder ist ein Netz offen, also f&uuml;r andere auch anonym
zuganglich und in jeder Weise nutzbar, oder es ist es nicht, und damit
geschlossen, also nicht zug&auml;nglich.
</p>
<p>
Pseudosicherheit wie WEP bietet keinen Schutz, da der schwache Schl&uuml;ssel
einfach geknackt werden kann. Und eine HOTSPOT-m&auml;&szlig;ige Registrierung der
User sch&uuml;tzt nicht vor wirklich Kriminellen, die jederzeit die MAC-Adresse
und damit den Account eines anderen benutzen k&ouml;nnen.<br />
<br />
Selbsternannte Hilfssheriffs, die die Datenpakete der Nachbarschaft
nach illegalen Inhalten durchsuchen und von der perfekten Firewall
tr&auml;umen sind auch weder gew&uuml;nscht (Datenschutz!) noch wirklich
erfolgreich, denn jedes gute P&auml;ckchen kann schlie&szlig;lich doch ein
schlechtes P&auml;ckchen sein (bei wirklich Kriminellen!).<br />
<br />
Mehr Sicherheit kann es nur ohne Anonymit&auml;t und mit derzeit erheblich teurerem technischem Aufwand geben, <strong>Doch das wollen wir bitte nicht!</strong>
Man soll auch in Zukunft seine Meinung sagen d&uuml;rfen, ohne vorher seinen
Ausweis zeigen zu m&uuml;ssen und man sollte Zugang zu Wissen, Information
und Kommunikation haben, auch wenn man zu den weniger gut Betuchten
unter uns geh&ouml;rt.<br />
<br />
Statt seine Zeit damit zu verschwenden oben
gesagtes immer wieder neu zu diskutieren sollte man lieber etwas
dagegen unternehmen, dass ein Gericht, wie hier in diesem Fall das
Landericht Hamburg, die Interessen der Musikindustrie verteitigt, statt
die Belange seines Volkes,<br />
<br />
Wer heute kein Internet hat, dem
fehlt der Zugang zu Wissen, Information und Kommunikation. Doch w&auml;hrend
in anderen L&auml;ndern der Welt der Staat daf&uuml;r sorgt, dass die Bev&ouml;lkerung
Zugang zum Internet erh&auml;lt, bestraft er hier die, die anderen diesen
Zugang erst erm&ouml;glichen.<br />
<br />
Nat&uuml;rlich ist ein WLAN kein
rechtsfreier Raum. Wer l&auml;ngere Zeit &uuml;ber den Zugang seines Nachbarn
illegale Daten versendet und empf&auml;ngt, der kann nat&uuml;rlich auch
ermittelt werden, ist er doch ein Sender, der ebenso von den Beh&ouml;rden
empfangen und damit geortet werden kann - ganz besonders in einem
offenen Netzwerk.<br />
<br />
Doch hier dachte man sich wohl, wozu den
Aufwand, wenn wir doch auch die Anschlusshalterin einfach haftbar
machen k&ouml;nnen. Die hat zwar vielleicht gar nichts Illegales getan, aber
immerhin hat sie nicht auf die Musikindutrie geh&ouml;rt und ihr Netzewerk
von einem Spezialisten dicht und damit f&uuml;r die anderen unbrauchbar
machen lassen. 
</p>
<p>
Hier wird das Recht zu Unrecht !
</p>
<p>
Sicher
werden sich jetzt viele einsch&uuml;chtern lassen und sich zwei Mal
&uuml;berlegen, anderen ihren Anschluss zu Verf&uuml;gung zu stellen. Aber so
kann und darf diese Geschichte nicht enden! Die hier erw&auml;hnte
Kriminalit&auml;t (Filesharing!) ist nichts im Vergleich zu dem, was es
bedeutet, wenn Millionen Menschen keinen Zugang zu Wissen, Information
und Kommunikation haben.<br />
<br />
Deshalb werde ich auch weiterhin Leuten
erkl&auml;ren, wie sie per WLAN Zugang zum Internet erhalten k&ouml;nnen und&nbsp;
Menschen dazu ermutigen, anderen Ihren Anschluss zur Verf&uuml;gung zu
stellen. Ich tue das, damit die Welt ein bi&szlig;chen gerechter wird - auch
in meiner Nachbarschaft, wo es immer noch f&uuml;r viele kein DSL gibt.
</p>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
Betrifft: heise-online, <span class="link-external"><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/77921" target="_self">Unverschl&uuml;sseltes WLAN hat Folgen</a></span>
</p>
<p>
Woche
f&uuml;r Woche treffe ich auf Menschen, die keinen Zugang zum Internet
haben. Das hat im Wesentlichen zwei Gr&uuml;nde: entweder gibt es dort kein
DSL oder sie k&ouml;nnen sich keinen eigenen Internetzugang leisten. Dank
WLAN, Linux und z.B. OLSR ist es m&ouml;glich geworden, den Betroffenen zu
helfen. Wie, das ist Inhalt dieser Webseite und aller Aktivit&auml;ten von
freifunk.net.<br />
<br />
Wer unserem Vorschlag folgend anderen seinen
Internetzugang zur Verf&uuml;gung stellt, tut dies nicht, um die
Kriminalit&auml;t zu f&ouml;rdern, sondern um konkret im lokalen Umfeld etwas
gegen die sogenannte digitale Spaltung zu unternehmen, um Menschen in
der Nachbarschaft einen Zugang zum Internet anzubieten,<br />
<br />
Solche
offenen Netze k&ouml;nnen aber misbraucht werden, das liegt in der Natur der
Sache, Entweder ist ein Netz offen, also f&uuml;r andere auch anonym
zuganglich und in jeder Weise nutzbar, oder es ist es nicht, und damit
geschlossen, also nicht zug&auml;nglich.
</p>
<p>
Pseudosicherheit wie WEP bietet keinen Schutz, da der schwache Schl&uuml;ssel
einfach geknackt werden kann. Und eine HOTSPOT-m&auml;&szlig;ige Registrierung der
User sch&uuml;tzt nicht vor wirklich Kriminellen, die jederzeit die MAC-Adresse
und damit den Account eines anderen benutzen k&ouml;nnen.<br />
<br />
Selbsternannte Hilfssheriffs, die die Datenpakete der Nachbarschaft
nach illegalen Inhalten durchsuchen und von der perfekten Firewall
tr&auml;umen sind auch weder gew&uuml;nscht (Datenschutz!) noch wirklich
erfolgreich, denn jedes gute P&auml;ckchen kann schlie&szlig;lich doch ein
schlechtes P&auml;ckchen sein (bei wirklich Kriminellen!).<br />
<br />
Mehr Sicherheit kann es nur ohne Anonymit&auml;t und mit derzeit erheblich teurerem technischem Aufwand geben, <strong>Doch das wollen wir bitte nicht!</strong>
Man soll auch in Zukunft seine Meinung sagen d&uuml;rfen, ohne vorher seinen
Ausweis zeigen zu m&uuml;ssen und man sollte Zugang zu Wissen, Information
und Kommunikation haben, auch wenn man zu den weniger gut Betuchten
unter uns geh&ouml;rt.<br />
<br />
Statt seine Zeit damit zu verschwenden oben
gesagtes immer wieder neu zu diskutieren sollte man lieber etwas
dagegen unternehmen, dass ein Gericht, wie hier in diesem Fall das
Landericht Hamburg, die Interessen der Musikindustrie verteitigt, statt
die Belange seines Volkes,<br />
<br />
Wer heute kein Internet hat, dem
fehlt der Zugang zu Wissen, Information und Kommunikation. Doch w&auml;hrend
in anderen L&auml;ndern der Welt der Staat daf&uuml;r sorgt, dass die Bev&ouml;lkerung
Zugang zum Internet erh&auml;lt, bestraft er hier die, die anderen diesen
Zugang erst erm&ouml;glichen.<br />
<br />
Nat&uuml;rlich ist ein WLAN kein
rechtsfreier Raum. Wer l&auml;ngere Zeit &uuml;ber den Zugang seines Nachbarn
illegale Daten versendet und empf&auml;ngt, der kann nat&uuml;rlich auch
ermittelt werden, ist er doch ein Sender, der ebenso von den Beh&ouml;rden
empfangen und damit geortet werden kann - ganz besonders in einem
offenen Netzwerk.<br />
<br />
Doch hier dachte man sich wohl, wozu den
Aufwand, wenn wir doch auch die Anschlusshalterin einfach haftbar
machen k&ouml;nnen. Die hat zwar vielleicht gar nichts Illegales getan, aber
immerhin hat sie nicht auf die Musikindutrie geh&ouml;rt und ihr Netzewerk
von einem Spezialisten dicht und damit f&uuml;r die anderen unbrauchbar
machen lassen. 
</p>
<p>
Hier wird das Recht zu Unrecht !
</p>
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Sicher
werden sich jetzt viele einsch&uuml;chtern lassen und sich zwei Mal
&uuml;berlegen, anderen ihren Anschluss zu Verf&uuml;gung zu stellen. Aber so
kann und darf diese Geschichte nicht enden! Die hier erw&auml;hnte
Kriminalit&auml;t (Filesharing!) ist nichts im Vergleich zu dem, was es
bedeutet, wenn Millionen Menschen keinen Zugang zu Wissen, Information
und Kommunikation haben.<br />
<br />
Deshalb werde ich auch weiterhin Leuten
erkl&auml;ren, wie sie per WLAN Zugang zum Internet erhalten k&ouml;nnen und&nbsp;
Menschen dazu ermutigen, anderen Ihren Anschluss zur Verf&uuml;gung zu
stellen. Ich tue das, damit die Welt ein bi&szlig;chen gerechter wird - auch
in meiner Nachbarschaft, wo es immer noch f&uuml;r viele kein DSL gibt.
</p>
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Radiointerview zu freifunk.net im RBB Inforadio</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2006/radiointerview-zu-freifunk-net-im-rbb-inforadio" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2006/radiointerview-zu-freifunk-net-im-rbb-inforadio</id>
    <published>2006-08-16T22:58:27+02:00</published>
    <updated>2008-01-06T19:17:16+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="Community" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="inforadio" />
    <category term="interview" />
    <category term="Medien" />
    <category term="Praxis" />
    <category term="radio" />
    <category term="rbb" />
    <summary type="html"><![CDATA[<span>
<p>
Heute war ich im Berliner Studio des RBB
Inforadio. Leider war nur sehr wenig Zeit,  deshalb war es auch nicht
möglich ausführlicher über die Idee freier Netzwerke zu sprechen.
Dennoch ist es  ein gutes Zeichen, dass sich die Medien zunehmend für
unsere  Initiative interessieren.  Es gibt ja auch noch eine Menge zu
tun, bis man überall  auf dem Globus  freie Netze finden wird ;-). Ich
würde mich sehr darüber freuen, wenn auch andernorts mehr in den Medien
über uns und unsere tolle Idee geschrieben und gesprochen werden würde.
Wenn ihr selbst jemanden bei Film, Funk und Fernsehen bzw. einer
Zeitung kennt, dann sprecht die Leute an, gebt Interviews und helft
mit, dass noch mehr Menschen von unserer Initiative erfahren und sich
am Aufbau und der Verbreitung freier Netze beteiligen. <span class="link-external"><a href="http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/288/137288_article.shtml" target="_self">Hier der Link zum Interview.</a></span>
</p>
<p>
Freies funknetzwerken und einen lieben Gruss!
</p>
</span>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<span>
<p>
Heute war ich im Berliner Studio des RBB
Inforadio. Leider war nur sehr wenig Zeit,  deshalb war es auch nicht
möglich ausführlicher über die Idee freier Netzwerke zu sprechen.
Dennoch ist es  ein gutes Zeichen, dass sich die Medien zunehmend für
unsere  Initiative interessieren.  Es gibt ja auch noch eine Menge zu
tun, bis man überall  auf dem Globus  freie Netze finden wird ;-). Ich
würde mich sehr darüber freuen, wenn auch andernorts mehr in den Medien
über uns und unsere tolle Idee geschrieben und gesprochen werden würde.
Wenn ihr selbst jemanden bei Film, Funk und Fernsehen bzw. einer
Zeitung kennt, dann sprecht die Leute an, gebt Interviews und helft
mit, dass noch mehr Menschen von unserer Initiative erfahren und sich
am Aufbau und der Verbreitung freier Netze beteiligen. <span class="link-external"><a href="http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/288/137288_article.shtml" target="_self">Hier der Link zum Interview.</a></span>
</p>
<p>
Freies funknetzwerken und einen lieben Gruss!
</p>
</span>
    ]]></content>
  </entry>
  <entry>
    <title>Freifunk: Satellit angemietet!</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://blog.freifunk.net/2006/freifunk-satellit-angemietet" />
    <id>http://blog.freifunk.net/2006/freifunk-satellit-angemietet</id>
    <published>2006-06-27T11:38:34+02:00</published>
    <updated>2007-02-10T06:41:11+01:00</updated>
    <author>
      <name>Juergen Neumann</name>
    </author>
    <category term="freie netze" />
    <category term="freifunk" />
    <category term="freifunk-netz" />
    <category term="gadow" />
    <category term="linksys" />
    <category term="Netzwerken" />
    <category term="Praxis" />
    <category term="projekte" />
    <category term="satellit" />
    <summary type="html"><![CDATA[<p>
&quot;Ufo&quot; schrieb auf der WLANnews-Mailingliste: Hier mal eine News von einem Freifunk-Projekt
von mir und einem Studienfreund: Das kleine Dorf in Brandenburg mit
zweistelliger Kilometer-Enfernung zu DSL-versorgtem Gebiet ist endlich
breitbandversorgt. Nach jahrelangem Basteln mit ISDN-Verbindungen (an UMTS ist
dort auch nicht zu denken) ist nun Schluss mit Lustig: Wir haben uns einen
Satelliten angemietet :-) <span class="link-external"><a href="http://gadow.freifunk.net/">http://gadow.freifunk.net</a></span>
<br />
<br />
Das Freifunk-Netz existiert schon mehr als ein Jahr und bestand bisher schon
aus zehn Linksys WRT54GS-Ger&auml;ten mit Au&szlig;enantennen und versorgt die 1 km lange
Dorfstra&szlig;e nahezu komplett mit WLAN.<br />
<br />
Mit der Umstellung auf eine neue Firmwareversion (von 1.0.7 auf 1.2.5) klappt
es jetzt auch mit dem WLAN-DHCP. Aus einem neuen (in Leipzig getesteten),
vollst&auml;ndig genatteten Subnetz heraus kommt man mit Laptop oder Internet-Tablet
auf jeden Node im Dorf. Die Internetanbindung ist ein Angebot f&uuml;r 80 Euro im
Monat von der Telekom: TDSL via Sat ergab im ersten Test mehr als 50kbyte/s, in
den Abendstunden wird mittlerweile auch mal nur Modemgeschwindigkeit angezeigt.
Das Problem mit dem (kostenintensiven) R&uuml;ckkanal l&ouml;st die Telekom elegant: Die
ISDN-Flatrate f&uuml;r das eigene Kabel ist im Angebot inklusive.<br />
<br />
Eigene Serverdienste, ein transparenter Proxy und die Webcam zur Hirschwiese
sind in Vorbereitung, allerdings fehlt es an geeigneter Hardware: Auf
herk&ouml;mmliche, stromfressende PC-Server soll verzichtet werden. Hoffnung ist in
Sicht, zwei Asus WL-HDD 2.5 sind k&uuml;rzlich online gegangen.<br />
<br />
p.s. und wir haben einige falsche Antenneneinstellungen korrigiert, denn der
rechte (zu bevorzugende) Anschluss ist bei WRT54GS-Ger&auml;ten unterschiedlich:<br />
CGN10: B<br />
CGN20: A<br />
aktuelle GL-Ger&auml;te sind da einfach zu bedienen, dort ist es bisher immer A
gewesen. Es ist nat&uuml;rlich bitter, wenn man seit Monaten Au&szlig;enantennen am Start hat
und dann erst merkt, dass das in der Firmware falsch eingestellt war. Naja,
jetzt ist das Meshnetz halt noch dichter als vorher vernetzt :-)<br />
<br />
Und mir wurde gerade berichtet: Die Eingabe der jeweiligen Entfernungsangaben
in der Firmware-Verwaltung&nbsp; bringt auch nochmal einen guten Schub, gerade
bei den vielen l&auml;ngeren Verbindungen.
</p>
    ]]></summary>
    <content type="html"><![CDATA[<p>
&quot;Ufo&quot; schrieb auf der WLANnews-Mailingliste: Hier mal eine News von einem Freifunk-Projekt
von mir und einem Studienfreund: Das kleine Dorf in Brandenburg mit
zweistelliger Kilometer-Enfernung zu DSL-versorgtem Gebiet ist endlich
breitbandversorgt. Nach jahrelangem Basteln mit ISDN-Verbindungen (an UMTS ist
dort auch nicht zu denken) ist nun Schluss mit Lustig: Wir haben uns einen
Satelliten angemietet :-) <span class="link-external"><a href="http://gadow.freifunk.net/">http://gadow.freifunk.net</a></span>
<br />
<br />
Das Freifunk-Netz existiert schon mehr als ein Jahr und bestand bisher schon
aus zehn Linksys WRT54GS-Ger&auml;ten mit Au&szlig;enantennen und versorgt die 1 km lange
Dorfstra&szlig;e nahezu komplett mit WLAN.<br />
<br />
Mit der Umstellung auf eine neue Firmwareversion (von 1.0.7 auf 1.2.5) klappt
es jetzt auch mit dem WLAN-DHCP. Aus einem neuen (in Leipzig getesteten),
vollst&auml;ndig genatteten Subnetz heraus kommt man mit Laptop oder Internet-Tablet
auf jeden Node im Dorf. Die Internetanbindung ist ein Angebot f&uuml;r 80 Euro im
Monat von der Telekom: TDSL via Sat ergab im ersten Test mehr als 50kbyte/s, in
den Abendstunden wird mittlerweile auch mal nur Modemgeschwindigkeit angezeigt.
Das Problem mit dem (kostenintensiven) R&uuml;ckkanal l&ouml;st die Telekom elegant: Die
ISDN-Flatrate f&uuml;r das eigene Kabel ist im Angebot inklusive.<br />
<br />
Eigene Serverdienste, ein transparenter Proxy und die Webcam zur Hirschwiese
sind in Vorbereitung, allerdings fehlt es an geeigneter Hardware: Auf
herk&ouml;mmliche, stromfressende PC-Server soll verzichtet werden. Hoffnung ist in
Sicht, zwei Asus WL-HDD 2.5 sind k&uuml;rzlich online gegangen.<br />
<br />
p.s. und wir haben einige falsche Antenneneinstellungen korrigiert, denn der
rechte (zu bevorzugende) Anschluss ist bei WRT54GS-Ger&auml;ten unterschiedlich:<br />
CGN10: B<br />
CGN20: A<br />
aktuelle GL-Ger&auml;te sind da einfach zu bedienen, dort ist es bisher immer A
gewesen. Es ist nat&uuml;rlich bitter, wenn man seit Monaten Au&szlig;enantennen am Start hat
und dann erst merkt, dass das in der Firmware falsch eingestellt war. Naja,
jetzt ist das Meshnetz halt noch dichter als vorher vernetzt :-)<br />
<br />
Und mir wurde gerade berichtet: Die Eingabe der jeweiligen Entfernungsangaben
in der Firmware-Verwaltung&nbsp; bringt auch nochmal einen guten Schub, gerade
bei den vielen l&auml;ngeren Verbindungen.
</p>
    ]]></content>
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